So blau seh ich, so blau sich dehnen,
so unermesslich blendend blau,
die Bucht als Bucht, entblößt von Kähnen,
dass Wasser blauen Bluts ich schau.
Sie dehnt und streckt sich in die Weite,
bis sie der Felsen Fuß erreicht
und ihre Flanke, die beschneite,
die einer Wand aus Watte gleicht.
Und hier und da am Ufersaume,
wie Blumen, die der Frost bedroht,
blühn Hütten von geringem Raume
gleich Mohn in ihrem Falunrot.
Ein Wind, wenn überhaupt, der säuselt,
ein Himmel drüber von Azur,
nur heller noch und ungekräuselt,
verglichen mit der Wellenflur.
Welch kühle Schönheit zeigt der Flecken,
und welche Würde strahlt er aus!
Der Berge kant’ge Schläfen recken
sich grau meliert in beide Blaus.
Und ringsherum das tiefste Schweigen,
auf dass nichts stör die Majestät,
die diesem mag’schen Ort zu eigen,
wo Thor noch manchmal sich ergeht.
So deutlich hab ich dies vor Augen,
so glänzend und verführerisch –
‘s möcht gut und gerne dazu taugen,
dass ich einmal in Fjorden fisch.
Die Szene, die ich hier beschreibe,
hab leider ich nicht live erlebt –
ich seh sie durch die Fensterscheibe,
wie drüben an der Wand sie klebt
Als Poster an der Hausfassade,
so eins vom XXL-Format,
dass für die kälteren Gestade
erwärme sich der Hanseat.
Norwegen, Werbetrommel rührend.
Mit Landschaft lockend und Natur.
Die Lust auf Meer und Gipfel schürend.
Und auf dies Blau. Rund um die Uhr.