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Kultur im Blick

An Chinas legendärer Mauer
gibt sich die Welt ein Stelldichein,
und auch am funkelnd-finstren Tower
ist man wohl niemals ganz allein.

Und grade bei den Pyramiden
erhoff man keine Grabesruh –
von wegen: Wüste, abgeschieden:
Man tritt sich ständig auf die Schuh.

Paris auch hat ‘ne Menge Ecken,
die jeder Depp auf Erden kennt,
dass, um die Nase reinzustecken,
er um den halben Globus rennt.

Venedig mit Canale Grande –
ein Taubenschlag am Wasserlauf;
da kreuzt die ganze Gafferbande
gleich fahrgastschiffeweise auf.

Das kann in Rom zwar nicht passieren,
man landet hier auf luft’gem Sitz,
doch auch mit reichlich Passagieren,
die auf die Altertümer spitz.

Man sammelt sich in dichten Trauben
an den Relikten alter Zeit,
um einen flücht’gen Blick zu rauben,
die Kamera stets schussbereit.

Bei den gewalt’gen Menschenmassen,
die sich vor Monumenten staun,
kann ja das Auge nur erfassen,
was einem grad sie nicht verbaun.

Doch hast du mit dem Fotokasten
dir überall ein Bild gemacht,
kannst du getrost nach Hause hasten,
weil Bleibendes du mitgebracht.

Musst nach dem Petersdom du schmachten?
Nein, nicht nach diesem Blickkontakt!
Und um ihn näher zu betrachten –
nur noch die Bilder ausgepackt!

Nichts Neues

Nichts NeuesDer Abflug knapp, doch weich die Landung:
Zurück im Winterdomizil.
Und draußen noch die gleiche Brandung,
das immer gleiche Wellenspiel.

Das Kirchlein noch an Ort und Stelle,
die Glocken mit gewohnter Wucht.
Und auch der Hafen noch, die Quelle
von Fisch und andrer Meeresfrucht.

Die Nachbarn auf der andren Seite
sind fleißig immer noch in Gang:
Die Junge fegt in ganzer Breite
den Gehweg alle naselang.

Der Alte, wacklig auf den Beinen,
gibt weiterhin sich große Müh
und holt beharrlich für die Seinen
die frischen Brötchen in der Früh.

Im Supermarkt hier um die Ecke
fällt gleichfalls mir nichts Neues auf;
noch immer lockt die kleine Kecke
die Kunden zum Kosmetik-Kauf.

Und was lässt sich von jenen sagen,
die mir im Haus besonders nah?
Ich höre sie die Türen schlagen,
mit einem Wort, sie sind noch da.

Hat ihren Job die Zeit vergessen,
der ihr verbietet Ruh und Rast,
gedankenlos nur dagesessen
und ihren eignen Flug verpasst?

Sie hat dem örtlichen Ambiente
ja sichtlich nicht am Zeug geflickt
und ihre wandelnden Talente
in langem Müßiggang vertickt.

Nun, trotz gelegentlicher Schauer
bin heut zum Hafen ich geeilt
und sah, dass von der Molenmauer
ein Reiher still nach Fisch gepeilt.

Die galt mir immer als Domäne
der flatterhaften Möwenbrut –
bedeutet also diese Szene,
dass irgendwie sich doch was tut?

Gewiss. Doch lässt die Zeit uns warten.
Sie fällt nicht mit der Tür ins Haus.
Schier endlos mischt sie ihre Karten –
und spielt auf einmal Trümpfe aus!

Dem Winter entgegen

Wie könnte ich jetzt Sterne pflücken
von der Galaxis Straßenrand,
da dichte Dünste sie entrücken
der heischenden Poetenhand?

In ihren wallenden Gewändern,
die ihre Örter nicht erhelln,
entgehen sie Rabattenschändern,
die sie in Blumenvasen stelln,

Damit das Wesen, angebetet,
die Göttin ihrer Leidenschaft,
wie längst bekniet sie und beknetet,
von ihrem Glanz dahingerafft.

Verzeiht, hier muss ich kurz mal halten:
Mich überfordert der Vergleich,
jonglier ja mit Naturgewalten,
an deren Größe ich nicht reich.

Das Ganze noch mal glattgebürstet,
von Falten und von Flitter frei:
Ein Dichter, der nach Sternen dürstet,
und sieht sie nicht im Nebelbrei.

Ansonsten gibt es nichts zu meckern.
Die Winde wehen mäßig kalt,
und Regentropfen kaum bekleckern
die Sammetdecke von Asphalt.

Zu den geborstnen Eichelsplittern
haben Kastanien sich gesellt,
die wohl noch lange nicht verwittern
auf diesem tristen Trümmerfeld.

Ein Tuch von tabakfarbnen Blättern
hat übern Gehweg sich gelegt,
das ihm wie mit mobilen Lettern
ein wirres Muster eingeprägt.

Von ihren grünenden Geschwistern
harrn nur noch wenige am Zweig;
gelegentlich ein feines Knistern –
dann schluckt auch sie der Bürgersteig.

Die Vorbereitungen, sie laufen,
wie die Natur sie immer traf.
Bald geh ich mir mein Ticket kaufen
und flüchte in den Winterschlaf.

Im Oktober

Er guckte auch schon einmal netter.
Was zieht er heut für ein Gesicht
nach „Sieben Tage Regenwetter“,
als plagte ihn die liebe Gicht!

Missmutig lässt der Herbst entladen
Gewölk von seiner feuchten Fracht,
dass mal wir voll in Schauern baden
und mal im Nieseln still und sacht.

Hat er nicht Grund für seine Tränen,
mit denen er die Erde nässt?
Es reißt ihm ja in ganzen Strähnen
die Blätter ständig vom Geäst!

Die sammeln fern von ihrem Baume,
so wie dem Zufall es gefiel,
sich weit verstreut im Straßenraume,
dahingerafft mit Stumpf und Stiel.

Und während sie sich bunt verbluten,
vor Nässe wie im Fieber glühn,
scheint sich der Wind noch mehr zu sputen
und nimmt im Sturm das letzte Grün.

Wie kühl sind nun die Abendstunden;
der Nacht steht schon der Frost ins Haus!
Bald gehn die Kinder ihre Runden
und führen ihre Lichter aus.

Dann stapfen sie durch Nebelschleier
ein bisschen außer Reih und Glied
und singen zur Laternenfeier
ihr Sonne-Mond-und-Sternelied.

Wie fröhlich zieht die Rasselbande
dann wieder heim ins warme Nest!
Ein Ruch von Moder rings im Lande?
Ihr Herbst – das reinste Frühlingsfest!

Heureka!

Was haben nicht herausgefunden
die alten Griechen seinerzeit
und waren doch noch nicht verbunden
mit Quellen à la Bit und Byte.

Im dunkelsten der Magazine,
im Hirn die Wissensdeponie,
benutzten sie als Suchmaschine
nur ihre blühnde Fantasie.

Und war sie auch noch so verstiegen
im Hokus pokus fidibus,
sie ahnte („falsch gewachst“) das Fliegen
im Sturze schon des Ikarus.

Es scheint, auch vom Kanonenfeuer
hat ihnen etwas schon geschwant,
denn Zeus, ging er auf Abenteuer,
hat ihm ein Blitz den Weg gebahnt.

Man wusste auch schon vom Experten,
der stets vergeblich warnt und rät,
bis sich die Fakten dann erhärten,
für Rettung es indes zu spät.

Gewiss aus allen Wolken fiele,
wer schauen könnte unsre Zeit
und dass seine Gedankenspiele,
o Wunder, heute Wirklichkeit!

‘ne ganze Zunft von Ikarussen
sich tummelt hoch im Luftrevier
so sicher wie in Bahn und Bussen
auf festem Grund und Boden hier.

Und dann die ungeheuren Waffen,
mit denen man sich jetzt bedroht,
perfekt, die Feinde wegzuraffen
und sich gleich mit im selben Boot!

Da kommt denn doch den Alt-Hellenen
die gern geübte Skepsis an,
ob man bei solchen Zukunftsszenen
sich auf den Fortschritt freuen kann.

Auch nimmt er wahr die Umweltsünden,
wie sie zersetzen und zerstörn,
obgleich schon „Seher“ längst verkünden,
dass Unheil sie heraufbeschwörn.

Kassandras Rufe sind geblieben,
um die kein Mächtiger sich schert –
die Typen, die Geschichte schrieben,
sie setzten stets aufs falsche Pferd.

Klimavergleich

Vergleicht man nur die Temp’raturen,
kriegt den ersten Preis;
da laufen sich die Sonnenuhren
um diese Zeit noch richtig heiß.

Ist euer Hobby Wetterkunde?
Dann Folgendes ich noch verrat:
Selbst jetzt zur frühen Abendstunde
kommt da man noch auf dreißig Grad.

Dass der September mittlerweile
sein Pulver fast verschossen hat
und schon vorbei zum größten Teile,
liest man zwar im Kalenderblatt.

Was allerdings in jenen Breiten
kein Anlass für ‘nen Wettersturz –
beim Baden, Surfen oder Kiten
kommt weiterhin man nicht zu kurz.

Ein völlig andres Bild im Norden:
Hier geht die Sonne auf den Rest,
und Stück für Stück schon überborden
die welken Blätter vom Geäst.

Im höchsten Fall für ein paar Stunden
zeigt sich ein größres Wolkenloch,
das umso leichter aufgefunden,
als sich Azur darin verkroch.

Das ändert ständig die Konturen,
weil panisch es vorm Winde flieht,
der auch am Boden, auf den Fluren
jetzt stürmisch seine Kreise zieht.

Das Thermometer ist gefallen
und klemmte sich bei dreizehn fest.
Man muss sich ‘nen Pullunder krallen,
wenn man die Bude mal verlässt.

Und immer wieder peitscht ein Schauer,
der auch noch einen Schirm verlangt.
Dann glänzt und perlt es an der Mauer,
um deren Stirn sich Efeu rankt.

Der Morgen spinnt mit feinen Fäden
ein Tuch aus Nebel und aus Gischt,
das dich vom Hals bis zu den Waden
mit kühler Feuchtigkeit erwischt.

Gut ist der Tag noch zu ertragen.
Doch wehe, wenn der Abend graut,
dann kriecht die Kälte in den Kragen
und macht dir eine Gänsehaut.

Die Nacht ist klar und Sterne funkeln
mit nimmermüder Energie,
als würden sie mechanisch schunkeln
zu einer fernen Melodie.

Geht wer noch durch die stillen Straßen,
ihm Eicheln knirschen unterm Tritt,
so dass er spürt gewissermaßen
den ersten Winterschnee schon mit.

Soll folglich man das Weite suchen
aus dieser unterkühlten Stadt
und schleunigst einen Rückflug buchen
nach Málaga mit Sonne satt?

I wo, kommt gar nicht in die Tüte.
Kein Grund, den Himmelsstrich zu fliehn –
ist doch dem launischen Gemüte
der Herbst die beste Medizin.

Rummel, Rummel

Vereinzelt plötzlich Böllerschüsse,
die in der Ferne dumpf verhalln,
‘ne Garbe kurzer Lautergüsse,
wie sie ein Feuerwerk beschalln.

Muss irgendwo ‘nen Rummel geben,
wo Trubel herrscht zur späten Stund
und Zuckerwattebäusche kleben
an manchem süßen Mädchenmund.

Und eine Bude an der andern
ihr fröhliches Geschäft betreibt,
um langsam dran entlangzuwandern,
eh kurz man wo mal stehen bleibt.

Hier lässt man sich ‘ne Wurst kredenzen,
da greift man lässig zum Gewehr,
dass seiner Liebsten, um zu glänzen,
ein Plastikblümchen man verehr.

Dazwischen dann die Fahrgeschäfte,
die manchmal wie ein Mixgerät
verrühren alle Körpersäfte,
dass Hörn und Sehen dir vergeht.

Und Lichter in den grellsten Tönen,
wie sie kein Regenbogen schenkt,
um diesen Asphalt zu verhöhnen,
der finster alle Schritte lenkt.

Dabei dröhnt dir aus allen Ecken
der neuste Hit ins Trommelfell,
um fetzig deine Lust zu wecken
auf so ein Wahnsinnskarussell.

Muss nicht die Stimme an den Kassen,
die kobert und die kommentiert,
besonders laut sich hören lassen,
dass sie im Lärm sich nicht verliert?

Da wackeln überall die Wände
von Achterbahn bis Geisterhaus,
und mancher fänd wohl nie ein Ende,
ging irgendwann das Licht nicht aus.

Raketen sich zum Himmel heben
zur letzten, höchsten Farbenpracht.
Dann ruht auf einmal alles Leben.
Und schweigend geht man in die Nacht.

Balkon-Schau

Weit kann der Blick von hier nicht schweifen,
verfängt sich rasch in Busch und Baum;
das Dickicht wuchert schon zum Greifen
bis unten an den Kellerraum.

Doch lässt nur umso höherschlagen
ein Herz, das der Natur geneigt,
ums hoch auf den Balkon zu tragen,
wo sie ihr ganzes Können zeigt.

Dies große Grün, mit dem die Schöne
sich stolz bis an den Himmel reckt,
ist ja ein Spiel der feinsten Töne,
das jede Krone anders fleckt.

Zu mannigfachen Höhenstufen
sind auch die Wipfel aufgeführt,
die damit zig Etagen schufen,
in denen sich das Leben rührt.

Da flattert grad ‘ne Ringeltaube
der Birke auf den höchsten Ast,
wo schwankend sie im lichten Laube
den Flugverkehr ins Auge fasst.

Bald folgt ihr auch schon eine andre
auf dieser schmalen Stiege nach,
dass scheu sie ihr entgegenwandre
ins weit gewölbte Brautgemach.

Ich will nicht weiter sie belauschen,
auch hier sei Diskretion gewahrt.
Die Blätter hör ich ringsum rauschen
und jeden Baum auf seine Art.

Auch Kühlung sie mir rüberfächeln
zu meinem luft’gen Logensitz,
ersparn mir, wie ein Hund zu hecheln
und dass ich Blut und Wasser schwitz.

Doch muss ihr Grün nicht auch ermüden
den Blick, der sich an Farben schärft
und von den Chlorophyll-Etüden
vielleicht zu guter Letzt genervt?

Das wär gewiss kein rechter Sommer,
hätt er den Pinsel nicht dabei
und nur ein Wunsch es wär, ein frommer,
dass er ein Tintoretto sei!

Am Fuß der monochromen Szene,
ein Dutzend Meter nur vom Haus,
packt er nach kurzer Quarantäne
die blühendste Palette aus.

Hier strahlend weiß der Oleander
als Quintessenz der Farbenpracht,
da rosig kriechender Gamander,
der höflich ihm den Buckel macht.

Doch alles in den Schatten stellen,
zu ganzen Büschen schon gediehn,
Hortensien, die zu Kugeln schwellen
von Lila und von Karmesin.

Meine Straße

Wenn morgens ich nach draußen schaue,
rollt sie nach links in Richtung Stadt,
und während ich noch darauf baue,
hat sich gewendet schon das Blatt.

Dann zieht die quirlige Kolonne
genauso rasch im Gegensinn
zum zücht’gen Ziele ihrer Wonne,
des Tages Feierabend hin.

Auf einem und demselben Wege?
Was wär das für ein Phänomen?
‘ne Einbahnstraße nahe läge –
doch solcherart nicht vorgesehn.

Sehr richtig. Doch in diesem Falle,
der weltweit seinesgleichen sucht,
hat für das Leben man, das pralle,
die Piste doppelt gleich gebucht.

Zu ausgeschildert festen Zeiten,
die von Experten wohldurchdacht,
kann übern Asphalt man hier gleiten
bei Tage so und so bei Nacht.

Im steten Wechsel einer Tide
fließen die Ströme hin und her,
nur mit dem kleinen Unterschiede:
Das, was hier flutet, ist Verkehr.

Na schön, da kann man wohl nur hoffen,
dass allzeit hier herrscht gute Fahrt,
stehn weit doch alle Tore offen
für Kollisionen jeder Art!

Ich hab indes mir sagen lassen,
das läuft hier schon seit Jahren so,
und trotz immenser Automassen
passiert nicht mehr als anderswo.

Da hat man also klugerweise
sich diesem Rhythmus angepasst
und eh man einfährt in die Schneise,
die Uhrzeit schon bewusst erfasst.

Der Radler, der auf dieser Straße
beherzt in die Pedale tritt,
kriegt wohl nur in bescheidnem Maße
den Zauber ihrer Wandlung mit.

Er strampelt fleißig seine Strecke
mit angeschwollner Wade ab
und starrt nur auf die nächste Ecke,
dass keiner ihm die Vorfahrt schnapp.

Hält häufig sogar sich zugute,
von Regeln sei er ganz befreit,
und sucht sich seine eigne Route
im Zeichen der Bequemlichkeit.

Rücksicht auf andere? Von wegen!
Wie oft schon bretterte per Bike
ein Geisterfahrer mir entgegen
hier mitten auf dem Bürgersteig!

Letzte Aussicht

Eins dieser kleinen Rituale,
die ich seit Jahr und Tag schon pfleg:
Ich blicke auf die Magistrale,
bevor ich nachts mich schlafen leg.

Damit mein ich die Asphaltpiste,
die breit sich durch das Städtchen zieht
und auch den Block, in dem ich niste,
mit Lärm und CO2 versieht.

Jetzt liegt sie mit entspannten Krallen
und ruht sich von sich selber aus.
Ich lass mich in den Sessel fallen
und guck durch die Balkontür raus.

Mein erster Blick fällt auf die Seite
genau mir gegenüber grad
und stößt da noch in voller Breite
aufs alte Fischerhausformat.

Da wohnen aber kaum noch Leute,
man trät sich auf die Füße nur.
Die meisten Katen schon bestreute
die Zeit mit ihrer staub’gen Spur.

Den Kopf ein wenig rechts gewendet,
kommt mir ein Kirchlein ins Visier,
das mit dem Glockenschlag versendet
die besten Grüße zum Brevier.

Dann füllen sich die kahlen Bänke,
auf die man so viel Hoffnung setzt,
dass man der Ewigkeit gedenke
in diesem flücht’gen Hier und Jetzt.

Dahinter weiter auszugreifen,
dem schärfsten Auge nicht gelingt.
Drum lass den Blick zurück ich schweifen,
damit er nach Linksaußen dringt.

Da liegt, Minuten vor dem Schließen,
ein gut besuchtes Nachtcafé,
aus dem noch grell die Lichter fließen,
wenn ich auch keinen Gast mehr seh.

Zumindest nicht auf der Terrasse.
Nein, da kommt einer noch, allein!
Doch wie ich näher ihn erfasse:
Der Kellner. Holt die Stühle rein.

Nicht grade Sehenswürdigkeiten,
von denen man nur träumen kann;
doch sachte in den Schlaf zu gleiten,
den Anblick ich sehr lieb gewann.

Heut aber heißt’s, ein Schnupftuch borgen,
das mindestens zwei Meter misst,
weil es (ich reise übermorgen)
für lange Zeit der letzte ist.

Bald seh ich andere Fassaden
vorm Schlafengehen ringsumher,
die mich zu andren Träumen laden.
Doch wenn’s so weit ist, davon mehr.