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Frühlingsbote

Zerzaust, verzottelt liegt der Garten
direkt vor meiner Fensterbank,
kein Tummelplatz der tausend Arten,
verödet, müde, winterkrank.

Die Kräuter, die in graden Achsen
im späten Sommer angepflanzt,
sind kniehoch hier und da gewachsen,
doch schütter, schäbig und zerfranst.

Dazwischen tabakfarbne Blätter,
vertrocknet, spröde, dichtgedrängt,
die viele Wochen Wind und Wetter
in dieses Kroppzeug eingezwängt.

Ein Saum von bleichen Kieselsteinen
umrandet dieses Ödgefild,
um nahtlos sich mit ihm zu vereinen
zum ausgemachten Chaosbild.

Wie soll aus diesem dürren Tümpel
mit seinem grau verfilzten Grün,
aus staubigem Naturgerümpel
ein neuer Frühlingstag erblühn?

Doch seht nur! Auf smaragdnem Stängel,
taufrisch zum Topp und unverwest,
Narcissus als Posaunenengel,
wie er zur Auferstehung bläst!

Lobbywirtschaft

Sich nur dem Wettbewerb zu stellen
mit ungewissem Resultat,
erscheint in Tausenden von Fällen
dem Produzenten nicht probat.

Drum knöpft er die Entscheidungsträger
in seinem Wirtschaftszweig sich vor
und setzt als Interessenpfleger
‘nen kleinen Mann ihnen ins Ohr.

Und dieser flüstert ohne Ende,
rhetorisch auf dem neusten Stand,
dass Obigem man möglichst spende
den Segen ihrer starken Hand.

Die kann Gesetze dann erlassen
und/oder pusht per Subvention
und füllt der Branche ihre Kassen
mit dem erhofften Lobbylohn.

Natürlich lässt sich leicht vermuten,
dass da ‘ne Menge Schmu im Spiel
und unsre Steuerzahler bluten
für manchen oberfaulen Deal.

Will auf ein Beispiel mich beschränken,
da ich nicht alle nennen kann,
und eure Aufmerksamkeit lenken
auf den modernen Ackersmann.

Der geht den Turbotrecker starten
und auf das weite Feld verbringt
in tausend technisierten Fahrten
die Gülle, die zum Himmel stinkt.

So will er die Erträge mehren
des Korns, das er da angebaut,
und ohne sich darum zu scheren,
ob die sich bös im Boden staut.

Schreit: Friede unsren Bauernhütten,
doch Krieg der Umwelthysterie!
Verteidigt euer Recht zu schütten,
womit seit je die Frucht gedieh!

Dabei weiß er auf seiner Seite
die Stentorstimme für das Land,
dass sie ihm Sonderrecht erstreite –
den bäuerlichen Dachverband.

Und Vielfalt weicht den Einheitsfluren,
dem Flächenfraß mit Pflug und Dung.
Des Lerchensangs Koloraturen
verkümmern zur Erinnerung.

Emily

Was braucht es eines Virus Wüten,
dass seines Heims man sich erfreu?
Man kann auch seine Stube hüten
aus angeborner Menschenscheu.

Doch von der Welt nicht abgeschlossen,
die blühend draußen sich erstreckt,
nicht wie in Bernstein eingegossen
in Totenstarre ein Insekt.

Kann man nicht lebhaft Anteil nehmen
an allem, was in ihr geschieht,
indem, die Augen zu beschämen,
man lieber mit dem Herzen sieht?

Wird nicht der Halm, der durch die Spalten
des Pflasters an die Sonne drängt,
die Würde solcherart behalten
als Wesen, das am Leben hängt?

Die Amsel, die an frost’gen Tagen
sich nur von Fastenspeise nährt,
wird sonst sie wer noch danach fragen,
ob ihr Gesang einst wiederkehrt?

Jetzt heißt’s indes das Wort erteilen,
ihr, die der Scholle nicht entkam
und ihre ungekrönten Zeilen
ins Grab, ins frühe, mit sich nahm!

Sie sind nicht lange stumm geblieben,
in gute Erde eingesät;
der Frühling hat sie ausgetrieben,
der Wind sie übers Land geweht!

To make a prairie it takes a clover and one bee,
One clover, and a bee,
And revery.
The revery alone will do,
If bees are few.

Eingehaust

Ein Tag, um sich aufs Ohr zu legen.
Da draußen ist es bitter kalt.
Gefrorner Schnee auf allen Wegen.
Die Bäume spielen Winterwald.

Lektüre, Kaffee und Lektüre.
Die Heizung läuft am Limit schon.
Und doch ich an den Füßen spüre,
dass halb im Keller ich hier wohn.

Die Decke bis zum Kinn gezogen,
lass ich das Buch auch Buch mal sein
und tauche in die Schattenwogen
des wollig warmen Schlummers ein.

Und während meine kleine Klause
in einem flücht’gen Traum zerfloss,
fiel rundherum im stillen Hause
nur manchmal eine Tür ins Schloss.

Das waren keine Hammerschläge,
die aus dem Schlaf mich aufgeschreckt.
Ich döste weiter taub und träge,
bis mich die Dämmerung geweckt.

Noch immer rieselten die Flocken
beharrlich aus dem Wolkengrau,
um unaufhörlich aufzustocken
den watteweißen Unterbau.

War das ein Glitzern und ein Funkeln
im schwächlichen Laternenschein –
als hockte da ein Schmied im Dunkeln
und wetzte seinen Stahl am Stein.

Und du vertrödelst deine Stunden
und kriegst nichts mit von dieser Pracht!
Das saß. Ich hab mich überwunden
und hab den Müll noch rausgebracht.

Reiseziele

Mallorca wäre mir doch lieber
als so ein Ausflug auf den Mond,
vor dem hat mich das Reisefieber
bis heute immer noch verschont.

Mögen sich andre gerne rüsten
fürn längeren Raketentrip,
mich zieht es zu den Sonnenküsten
mit Mandelmilch und Kokosflip.

Was hat er denn schon groß zu bieten,
als dass er wirklich weit vom Schuss?
Kann man da günstig Zimmer mieten?
Fährt pünktlich da der Linienbus?

Erstreckt sich da in weitem Bogen
ein Strand, von Busch und Fels gesäumt,
auf den mit saphirblauen Wogen
die Brandung rauschend sich verschäumt?

Führn da verwunschen dunkle Pfade
durch baumbestandne Berge hin,
dass sich in frischer Waldluft bade
der Wandrer und die Wanderin?

Mit spießiger Pauschalidylle
hat diese Gegend nichts gemein;
die erdgewohnte Landschaftsfülle,
sie könnte nicht bescheidner sein.

Mag dir die Kehle auch verbrennen,
von Wasser nicht die kleinste Spur!
Was hier sie aber „Meere“ nennen,
sind uferlose Senken nur.

Genauso heißt’s auf Luft verzichten,
zum Atmen brauchst du ein Gerät.
Nach Sauerstoff von Buchen, Fichten
hat hier noch nie ein Hahn gekräht.

Tags würde man als Braten schmoren
in der extremen Sonnenglut,
und nachts ist hier der Hund verfroren,
erstarrt zu Eis im Nu das Blut.

Vielleicht lässt sich hier Eindruck schinden
bei dem, der gute Küche liebt?
Du wirst nicht mal ‘ne Bude finden,
wo’s halb verkohlte Pommes gibt!

Gewiss wird dieser Ort nicht geizen
mit Sehenswertem mancher Art?
Nun ja, sofern dich Steine reizen,
dann lohnt sich allerdings die Fahrt.

Nein, diese Tour kann man sich schenken,
es sei denn, man ist Astronaut.
Nur einen Grund könnt ich mir denken,
dass jemand auf den Mond sich traut.

Denn unsre Erdenspurn verblassen,
der Winde und der Zeiten Raub –
die aber dort wir hinterlassen,
sie bleiben selbst in Sand und Staub!

Wintereinbruch

Dass sie doch einmal weiß noch werde,
bevor der Lenz sie überblüht,
schickte der Himmel Schnee zur Erde,
in feinen Flocken hingesprüht.

Die flauschig graue Wolkendecke
schlug er heut Morgen gar nicht auf
und ließ dafür an jeder Ecke
den flücht’gen Federn ihren Lauf.

Wie ihre Freiheit sie genossen!
Warn völlig außer Rand und Band.
In Wirbeln kamen sie geschossen
und stürzten sich aufs dürre Land.

Das ging den ganzen Tag so weiter,
sie gaben einfach keine Ruh,
machten sich langsam immer breiter
und nahmen auch an Höhe zu.

Am Abend lagen sie in Wehen
auf jedem Pflaster, Baum und Strauch,
dass man versinken musst beim Gehen
in ihrem aufgeblähten Bauch.

Nicht nur romantisch anzuschauen
war dieses schimmernd weiche Weiß,
man konnt auch einen Schneemann bauen
mit Brocken seines feuchten Breis.

Wie aber sollt die Freude teilen
das Bäumchen da am Wegesrand,
das, seiner Zeit vorauszueilen,
schon fleißig Blüten ausgesandt?

Von eisigem Gespinst umwoben,
die Blätter schon geknickt und schlapp,
mit feinem Rosa sie sich hoben
kaum merklich noch vom Grunde ab.

Die Männer vom K2

Unendlich schier die weiße Weite.
Und jeder Schritt versinkt im Schnee.
Von vorn der Wind und von der Seite.
Der Männer stummes Defilee.

Ihr Vormarsch nichts als Kampf und Keuchen.
Die Seilschaft kommt nur zäh voran.
Den innren Schweinehund verscheuchen.
Sich kurz verschnaufen dann und wann.

Wie Feuer blitzt’s aus den Kristallen,
wo sich der Frost die Zähne wetzt.
Die Zeit scheint sich zum Punkt zu ballen,
zum endlos quälerischen Jetzt.

Die Beine wollen schon versagen.
Der Geist am Ende seiner Kraft.
Und regungslos die Gipfel ragen.
Ihr Leib verschwimmt gespensterhaft.

Die Kälte wächst mit jedem Meter,
den man dem Leidensweg entrang.
Und dünner wird die Luft, der Äther,
je höher man am Todeshang.

Dann oben endlich! Lachen, Weinen,
man liegt sich in den Armen, schreit.
Und in der Götter eis’gen Hainen
Momente für die Ewigkeit.

Dann auch schon wieder abgeschwungen.
Strapazen auf dem Weg ins Tal.
Der Aufstieg aber ist gelungen
im Winter nun zum ersten Mal.

Was wohl zu dem riskanten Treiben
die kleine Schar beflügelt hat?
Man wird es in die Chronik schreiben
als weitres Heldenruhmesblatt!

Kein Winkel dieser schönen Erde
entrinnt des Menschen Wagemut.
Dem Ersten folgt schon bald die Herde.
Die Welt verkommt zum Wirtschaftsgut.

Der blaue Nils

Es war einmal ‘ne Nilpferddame,
die hat im Bade sich entspannt,
auf dass sie in Gedanken krame,
was farblich ihr am besten stand.

Sie musste nicht sehr lange grübeln,
war sie auch nicht besonders hell:
Das größte doch von allen Übeln
war zweifellos ihr graues Fell.

O wie den Löwen ich beneide,
so dachte sie im Stillen sich,
wie er in golden-gelbem Kleide
beherrscht den ganzen Wüstenstrich!

Und auch die zierliche Gazelle
in ihrem rötlichen Gewand,
die oft gar des Geparden Schnelle
mit kühnen Sprüngen widerstand!

Doch nicht zuletzt dem würdevollen
Flamingo mit dem rosa Frack
muss jederzeit Respekt ich zollen
für den erlesenen Geschmack!

Sie schlüpfte in die Badeschlappen,
vor Augen nur das eine Ziel,
und stampfte fort auf Schusters Rappen
bis ganz hinauf zum Blauen Nil.

Dort warf sie gleich sich in die Fluten,
die ewig blasse Meerjungfrau,
und wurde, was wir schon vermuten,
im Handumdrehen völlig blau.

Wie dröhnte unterm Huf die Erde,
als sie nach Hause galoppiert
und stolz sich zeigte ihrer Herde
zum ersten Male koloriert!

Da nahm der Jubel gar kein Ende,
dass man’s gesehen haben muss.
Ein Ruf durchtoste das Gelände:
Hipp, hipp, hipp Hippopotamus!

Der Ruf hat rascher sich verbreitet,
als irgendwer sich vorgestellt.
Wie ‘n Dschinn, der auf den Wolken reitet,
flog bald er um die ganze Welt.

Ein blaues Nilpferd? Muss ich sehen!
Zuerst warn die Touristen da.
Ihr Lohn fürs lange Schlangestehen:
Ein Schnappschuss mit der Kamera.

Dann Künstler ihre Koffer packten.
Und einer, trotz Entrüstungssturm,
ein junger Meister des Abstrakten,
verstieg sich bis zum „Nilpferdturm“.

Rund um den Globus jeder kannte
die Nachbarin des Krokodils
und zärtlich sie mit Namen nannte
(doch fälschlich, wie wir wissen) Nils.

Der aber dieser Rummel schmeckte,
so von der Menge fast erdrückt,
bis diesem seltenen Objekte
die Wissenschaft zu Leib gerückt.

Die ging denn anders auch zur Sache:
Sich wundern statt Bewunderung.
Die Mädchen und die Jungs vom Fache
berochen alles – bis zum Dung.

Und dieses kolossale Wesen,
es wurd geprüft auf Herz und Niern
von einem Team, das auserlesen
für den Verkehr mit großen Tiern.

Da wurd gemessen und gewogen,
der Puls gecheckt, die Tempratur,
und langsam ihm der Zahn gezogen,
das Leben sei Vergnügen nur.

Tagtäglich musste Blut es lassen,
den nackten Stachel in der Haut,
und pinkeln, was die Eimer fassen,
weil jemand den Urin beschaut!

Und schließlich noch, zu viel des Guten,
verdonnert man es zur Diät –
statt leckrer Schilf- und Weidenruten
‘nem Brei, dass sich der Magen dreht!

Was ist dabei herausgekommen?
Hat schließlich man den Grund entdeckt?
Im Bulletin hieß es verschwommen:
Ein chromophorer Gendefekt.

Bedeutet, klarer ausgesprochen,
für den entscheidenden Befund,
das Fazit vieler Forschungswochen:
Das Tier ist ohne Zweifel bunt.

Dieser Triumph in allen Ehren,
so Dr. Bongo aus Gabun,
doch gibt‘s noch mancherlei zu klären,
das heißt noch ziemlich viel zu tun!

O welch Entsetzen da erfasste
die Dame, die schon höllisch litt
und mehr als irgendetwas hasste,
wenn ihre Freiheit man beschnitt!

Sofort begann sich Wut zu regen:
Zum Teufel mit dem blauen Schund!
Was warn Experten schon dagegen:
Sie kannte ja den wahren Grund.

Sie machte also möglichst leise,
Getrampel meidend und Geschnauf,
des Nachts sich nochmals auf die Reise
zu des Gewässers Oberlauf.

Mal schwamm, mal trabte sie ‘ne Strecke,
so wie es grade ihr gefiel,
und kam auch glücklich an die Ecke,
wo’s abgeht in den Weißen Nil.

Rasch wieder ohne Badehose
den Leib da in die Flut gesenkt,
und fertig war der farbenlose,
den einst ihr die Natur geschenkt!

Danach hat Aufsehn sie vermieden.
Und trotz des mächt’gen Körperbaus
lebte noch Jahre sie zufrieden
inkognito als graue Maus.

O Tannenbaum

Ein Stückchen Wald mitten im Zimmer,
das gibt es nur zur Weihnachtszeit.
Und an dem Baum der sanfte Schimmer
von Kugeln, ins Geäst gereiht.

Dazwischen eine Lichterkette
wie eine Perlenschnur, die glüht
und aus dem dunklen Nadelbette
gleich Sternen aus der Nacht erblüht.

Das mag als Zierrat auch schon reichen.
Lametta braucht es wirklich nicht.
Die Spitze kann getrost man streichen.
Der Ständer nur, der Fuß ist Pflicht.

Auf dem ist er nicht weit geschritten
aus seinem waldigen Revier
und hat auch keinen Bruch erlitten –
kam makellos von da bis hier.

Ja, wie es heißt, naturbelassen
zog er ins Oberstübchen ein,
im vollen Schmuck der Blättermassen
und noch bewässert obendrein.

Ich war auf ihn nicht vorbereitet.
Trat in den Raum ganz ahnungslos,
von nichts als der Idee geleitet,
dass ich auf Altbekanntes stoß.

Da prangte er in vollem Glanze
vor dem erstarrten Blick auch schon –
verklärt die immergrüne Pflanze
zu einer himmlischen Vision.

Und staunend wie in Kindertagen,
wenn sich der Vorhang plötzlich hob,
ließ ich mein Herz in Weiten tragen,
wo aller Erdenstaub zerstob.

Die Überraschung war gelungen,
die’s kaum vom Wunder unterschied.
„O Tannenbaum“ wurd nicht gesungen.
Da stand er ja, lebendig Lied!

Abalone

Schon öfter hab ich diese Suppe
im Chinarestaurant geschmaust
und schob sie auf die Gurkentruppe,
die tief am Meeresboden haust.

Vom Stamme jener Wirbellosen,
der mit dem Grund verwachsen ist
und nicht bedroht durch Wasserhosen
in seiner kurzen Lebensfrist.

Gezeugt in habitabler Zone,
doch fern des Lichts gewalt’ger Flut,
reift sesshaft unsre Abalone
zum hochbegehrten Speisegut.

Von Gurken aber und dergleichen
besitzt sie nicht die Stachelhaut!
Den Irrtum kann ich endlich streichen,
da ich das Tierchen nun geschaut.

Und mir bewusst mit einem Male,
dass dieses Seeohr, wie es heißt,
geschützt von einer harten Schale,
die es als Muschel gleich erweist.

Der gräulich-gelbe Buckelrücken
von rauer, körniger Struktur
erlaubt ihr, tief sich einzudrücken
zur Tarnung in die sand’ge Flur.

Wie anders aber zeigt von innen
sich dieses winz’ge Domizil!
Kein Künstler könnte wohl ersinnen
ein prächtigeres Farbenspiel!

Das schillert auf dem Perlmuttgrunde
so grün, türkis und violett
wie sonst nur einer jener Funde
im alten Sammlerkabinett!

Was lehrt uns das bei unsren Bissen,
die blind die Kehle runtergehn?
Dass besser wir zu schätzen wissen,
was lebhaft wir vor Augen sehn.

Wie könnt ein Wesen uns entzücken,
dass fast es uns den Atem nimmt,
wenn es zerhackt zu kleinen Stücken
im Pfuhl der Suppentasse schwimmt?