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Kontaktarm

Er ist zwar nicht sehr angesehen,
weil seine Kunst zurzeit nichts gilt,
und kann doch jetzt ‘ne Nase drehen
dem lyralosen Ebenbild.

Noch zieht das Virus seine Kreise
und kehrt bei jedem Wirte ein,
der gastlich auf die alte Weise
ihm Speise offeriert und Wein.

Da drängen sich auf langen Bänken,
an Eichentischen, dick und fest,
die ihrem Bauch Beachtung schenken,
der alles sie vergessen lässt.

„Und wenn die sich vor mir nicht hüten“,
so denkt das Virus messerscharf,
„dann will ich doch bei ihnen brüten
und holen, wessen ich bedarf“.

Nun aber wieder zum Poeten.
Er hält die Menge sich vom Leib
und so auch Gäste, ungebeten,
zum infektiösen Zeitvertreib.

Geselligkeit wird klein geschrieben,
das liegt in seinem Naturell,
und Sport im Kämmerchen getrieben:
Gymnastik auf dem Bärenfell.

Orgiastische Familienfeiern
hat er als Jüngling schon gehasst,
besonders wenn dann alle reihern,
dass es in keinen Kübel passt.

Und selbst ‘ne flüchtige Visite
in einem quirligen Lokal
scheut dieser schüchterne Quirite
wie’n Bleichgesicht den Marterpfahl.

Kontakte eher auch bescheiden
mit seiner Nachbarschaft im Haus –
nicht weil die Leute sich da schneiden,
doch keiner geht aus sich heraus.

Nur auf den schmalen Trampelpfaden,
die von der Wurst zum Käse führn,
kann er in seinem Schlemmerladen
die Nähe der Begegnung spürn.

Rein optisch. Denn der kluge Kunde
macht selbst beim Abstandhalten mit,
hält inne kurz auf seiner Runde
und höflich aus dem Wege tritt.

Nicht mal in lauen Sommernächten
sucht er belebte Plätze auf,
dass er im Dunstkreis der Bezechten
ein bisschen Kühle sich erkauf.

So’n eingefleischter Stubenhocker,
dem nie an Partys etwas lag,
der bringt’s auch heute leicht und locker
auf null Kontakte so am Tag.

Am Abend in der Verseschmiede
lässt er sich ohnehin nicht störn –
feilt konzentriert an seinem Liede
und würd nicht mal ein Klopfen hörn.

‘ne Laus dem in den Pelz zu setzen,
das scheint nach alledem wohl schwer.
Mag seine Kunst man auch nicht schätzen,
die Distanziertheit umso mehr!

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In Windeseile

Der Wanderer in alten Zeiten,
die Beine bloß als Antriebskraft,
mocht noch so wacker er auch schreiten,
hat wenig Meilen nur geschafft.

Und wenn er in die Welt gezogen,
wie’s stolz in seinem Liede hieß,
ist meist er nur ums Eck gebogen,
wo gleich er auf die Fremde stieß.

Die aber größre Strecken gingen
taten’s der Landschaft nicht zulieb –
Scholarenvolk vor allen Dingen,
das es zu neuen Studien trieb.

Dazu noch, einzeln und in Scharen,
zu büßen oder bitten nur,
mit Stock und Hut oft zu gewahren
die Gläubigen auf Pilgertour.

Der Schuster blieb bei seinem Leisten,
den Bauern hielt die Scholle fest,
und bestenfalls die Fürsten reisten
und kamen mal aus ihrem Nest.

Den meisten war nur vom Erzählen
die große, weite Welt bekannt –
so barg man in den schlichten Seelen
ihr Bild allein aus zweiter Hand.

Wer hätte es sich träumen lassen,
dass einst sich in die Luft erhebt
der Höker mit dem Hintersassen
und über allen Wolken schwebt?

Und statt sich über Land zu schinden
in Tagen, Wochen der Tortur,
das fernste Ziel erreicht auf Winden
in einer Handvoll Stunden nur?

Man möchte heute nicht mehr missen,
dass so bequem und rasch man reist,
und macht sich selten ein Gewissen,
was das für unsre Umwelt heißt.

Doch wie wir schmerzlich grad erfahren,
kommt es auch sonst wie zum Konflikt,
wenn täglich Menschen man und Waren
in Massen um den Globus schickt.

Nicht jeder dieser Passagiere
bezahlt für Service und für Sprit.
Ganz ohne Piepen und Papiere
fliegt heimlich auch das Virus mit.

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Virus-Leugner

Schon wollt ich es ad acta legen,
dies Thema namens Pandemie,
dass den viralen Schicksalsschlägen
ich lyrisch einmal mich entzieh.

Hat ja auch ganz so ausgesehen,
als wär man endlich übern Berg
und könnte eine Nase drehen
dem giftigen Schmarotzerzwerg.

Doch hat man auch in diesem Falle
die Rechnung ohne Wirt gemacht.
Von wegen nur noch Pillepalle –
er rüstet sich zur nächsten Schlacht!

Seitdem man ihm nicht mehr entschlossen
auf breiter Front entgegentritt,
ist er erneut ins Kraut geschossen
und seine Fieberkurve mit.

Was sind das bloß für Spießgesellen,
die machen’s jedem Gegner leicht:
Die Pike in die Ecke stellen,
wenn er auch nur ein Schrittchen weicht.

Man widmet gern sich dem Vergnügen
und bürstet gegen den Verstand;
Ich, ich, ich, ich in vollen Zügen
vom Kleinhirn an den Bauch gesandt.

Gefahren werden abgestritten,
solang sie nicht am Leib zu spürn,
man tanzt auf ‘nem Vulkan inmitten
von Freuden, die das Feuer schürn.

Und fühlt sich noch dazu berufen,
verbittert seine Faust zu balln,
um denen, die mehr Schutz uns schufen,
mit Demos in den Arm zu falln.

Versuch mal, wen zu überzeugen,
der sich in einen Wahn verrannt
und ‘s ablehnt, Regeln sich zu beugen,
die größres Unheil schon gebannt!

Nun, so ein Trupp maroder Denker
lässt sich noch halbwegs kontrolliern.
Doch wie ‘ne Handvoll Staatenlenker,
die ganze Völker infiziern?

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Maskerade

Mit fein gewirkten Requisiten,
die man vor Mund und Nase hält,
betreten wir jetzt wie Banditen
die Freilichtbühne dieser Welt.

Doch nicht, um wen zu überfallen
in räuberischem Übermut
und uns mit einem Coup zu krallen
sein lang gehäuftes Hab und Gut!

Und möcht uns die Idee verlocken,
hier im globalen Narrennest
macht grad das Volk sich auf die Socken
zum kollektiven Kappenfest,

Dann lägen gleichfalls wir daneben.
Nichts von ‘nem lust’gen Mummenschanz.
Die Tücher einfach nur da kleben
als Virengitter voll und ganz.

Doch nicht einmal im Wilden Westen,
der mancherlei Rekorde schlug,
gab so ein Schauspiel man zum Besten,
dass jeder fast ‘ne Maske trug.

Nur die vermaledeite Seuche,
die wie ein Blitz vom Himmel fuhr,
erfordert solche neuen Bräuche –
Gesundheit an der Gummischnur.

So seine Züge zu verdecken,
die ganz verschieden doch geprägt,
wird mancher Schönheit gar nicht schmecken,
die lieber sie zu Markte trägt.

Und geh mal und kommuniziere
mit so ‘nem Lappen vorm Profil!
Nur mit ‘nem offenen Visiere
durchschaut man auch das Mienenspiel.

Doch Schlimmres gibt’s unter der Sonne;
‘ne Weile nimmt man das in Kauf,
dann marsch die Maske in die Tonne!
Und schon setzt man die alte auf.

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Stets auf dem Sprung

Wer hat ihm einen Pass gegeben,
wer ihm ein Visum ausgestellt,
dass auf der Jagd nach neuem Leben
kein Schlagbaum ihn in Grenzen hält?

Doch braucht der Bursche Dokumente,
Papier, das staatlich ihn empfiehlt?
Als ob er nicht die Löcher kennte,
durch die man sich nach draußen stiehlt!

Er ist so frei wie die Gedanken
in jenem schönen alten Lied,
setzt ohne Müh über die Schranken,
die eine Obrigkeit ihm zieht.

Doch Böses führt er nur im Schilde,
das macht ihn überall suspekt,
wenn in entfernteste Gefilde
er seine gier‘gen Fühler streckt.

Damit man ihm das Handwerk lege,
hat sich ein Mittel nur bewährt:
Man geht ihm tunlichst aus dem Wege,
dass ihn die Einsamkeit verzehrt.

Denn wo’s an Nähe ihm nicht mangelt,
nicht lange unbehaust er irrt,
indem er durch die Luft sich hangelt
von einem bis zum andern Wirt.

Dem pflegt die Zeche er zu zahlen
auf die total perfide Tour –
lässt nichts als Kummer ihm und Qualen
und manchmal mehr als diese nur.

Noch hat den winzigen Gesellen
man keineswegs in der Gewalt.
Doch solln die Hunde weiterbellen –
mal macht die Karawane Halt.

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Notstand

Was tun, wenn unser täglich Leben
auf einmal aus dem Tritt gerät
und wie nach einem großen Beben
nichts fest mehr auf dem Sockel steht?

Man kann sofort den Kopf verlieren
und malt den Teufel an die Wand:
Johannes mit den Monstertieren,
Apokalypse, Weltenbrand!

Man kann auch schlicht herunterspielen,
was andren als bedrohlich gilt:
„Wie oft wir schon in Ängste fielen –
und immer alles halb so wild!“

Dann gibt es noch die Hoffnungslosen,
die jeder Obrigkeit misstraun
und sich mit zig Konservendosen
‘ne blechgestützte Zukunft baun.

Des Weiteren Geschäftemacher,
die Chancen wittern überall,
denn Risiko gehört zum Schacher,
so auch im Katastrophenfall.

Doch schließlich auch die edlen Seelen,
die helfen, wo es irgend geht,
und nur auf die Belohnung zählen,
dass andren Gutes draus entsteht.

Was umso höher noch zu schätzen,
als etliche aus dieser Schar
so mutig sind, sich auszusetzen
auch selbst der tödlichen Gefahr.

Die Kranke pflegen und betreuen,
und viele gleich auf einen Schlag,
stehn mit dem Risiko, dem neuen,
ja Aug in Auge jeden Tag.

Ganz vorne an der Front der Viren,
für die sich noch kein Mittel fand,
mit vollem Einsatz sie agieren,
bis sie erschöpft und ausgebrannt.

Indes kann heute keiner sagen,
wie lange diese Krise währt
und wann wir eine Brut verjagen,
die sich jetzt ständig noch vermehrt.

Und da empfiehlt sich ‘ne Variante
im Spektrum von Manie und Mut,
die ich bisher noch gar nicht nannte:
Geduld und immer ruhig Blut.

Nicht mal am Meer darf man noch schweifen,
dass seinem Wellenschlag man lauscht.
Erst nachts hör ich es, nah zum Greifen –
kein Staat verbietet, dass es rauscht.

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Vorratswirtschaft

Gewohnt, im Laden das zu kriegen,
was uns im Haushalt grade fehlt,
muss man nicht in die Puschen fliegen,
weil hopp! jede Minute zählt.

Steht aber irgendwo geschrieben,
dass dies ein ehernes Gesetz?
Hab heut die Augen mir gerieben
beim Fischzug mit dem Einkaufsnetz.

Die Reih um Reih sich stets empfahlen,
zum Bersten voll und gut gepflegt,
von diesen blühenden Regalen
warn etliche wie leergefegt.

Als wären sie von Ladendieben
nach Strich und Faden ausgeräumt,
die gründlich ihre Kunst betrieben
und dann verduftet ungesäumt.

Doch seltsam, dass die Luxusgüter
vergaßen sie sich grad zu kralln,
nicht aber jene Ladenhüter,
die, hart und haltbar, nicht verfalln.

Und grade die solln Gaunern munden?
Die ziehn ihr Maul wohl eher schief.
Vermutlich warns normale Kunden
mit einem anderen Motiv.

Ja, Hamsterer ‘nes Virus wegen,
der neu und auf dem Vormarsch ist,
dass mancher wünscht, sich anzulegen
‘nen Notvorrat für längre Frist.

Na, immerhin warn meine Sachen
in vollem Umfang noch präsent,
Abstriche musste ich nur machen
beim Wein, wie ihn mein Gaumen kennt.

Da dachte ich zunächst verdrossen,
ach, nichts mehr da vom bill’gen Kram,
doch statt zu dürsten, kurz entschlossen
ich mit dem teuren vorliebnahm.

Ja, selbst von den begehrten Lagen
in dem geplünderten Revier
fand schließlich noch in meinen Wagen –
die letzte Rolle Klopapier.

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Fenstermusik

Das muss den Menschen man ja lassen,
die blind oft für des Nächsten Not:
Wie hilfreich sie sich unterfassen,
sitzt leidend man im selben Boot!

Seht nur die tapfren Milanesen,
die in der Stube arrestiert,
damit so ein Mikroben-Wesen
nicht weiter in die Welt spaziert.

Wie sie die Lage sich erleichtern
humorvoll und mit Fantasie,
nicht in der Art von Sündenbeichtern
mit Culpa! und zerriebnem Knie.

Man schnappt sich Geige und Posaune
und notfalls seine Stimme pur
und setzt sich in Gesangeslaune
auf dem Balkon in Positur.

Dann wird gefiedelt und geflötet,
geklopft, getrommelt und gezupft,
bis sich die liebe Sonne rötet
und Kühle schon die Stirn betupft.

Soll Straßen-, Hausmusik man’s nennen?
Was Neues, das dazwischenliegt.
Für Nachbarn, die sich gar nicht kennen,
zu denen so Kontakt man kriegt.

Ein Dirigent ist nicht zur Stelle.
Man musiziert nach Herzenslust
in einer jäh erwachten Welle
gegen das Virus und den Frust.

Da kreuzen sich gewiss die Klänge
auf ungewollt moderne Art,
dass es dem Freak die Pilgergänge
zu Cage und Ligeti erspart.

In meinem Haus ist man schon weiter.
Stets ist in Töne es getaucht,
für deren tausendstuf‘ge Leiter
man Hammer nur und Bohrer braucht.

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Gut isoliert

‘ne Übung, die an jedem Tage
so nebenbei man absolviert,
ist neuerdings mit einem Schlage
zum Medienthema avanciert.

Das gute alte Händewaschen,
ganz selbstverständlich nun einmal,
fällt plötzlich nicht mehr durch die Maschen
in deinem Info-Netz-Kanal.

Und wer ist schuld, dass man dem Schmutze
der Flossen grad zu Leibe rückt?
Das Wohlergehn, zu dessen Schutze
man diese sich auch nicht mehr drückt.

Ein Virus, das der Teufel reitet,
verschlug es in die Menschenwelt,
wo’s wie im Fluge sich verbreitet,
indem die Lunge es befällt.

Das muss das Schlimmste nicht bedeuten
und lässt sich meistens überstehn,
kann bei geschwächten alten Leuten
indes auch in die Hose gehn.

Arzneien sind noch nicht erfunden,
die es berauben seiner Kraft;
die wird nur dadurch unterbunden,
dass man kein Sprungbrett ihm verschafft.

Hast du den Räuber schon im Leibe,
behalt gefälligst ihn bei dir,
dass er nicht Wilderei betreibe
in einem größren Jagdrevier.

Das Zauberwort heißt Quarantäne.
Denn jemand, der sich infiziert,
wird, Hauptgebot der Notfallpläne,
von allen andern isoliert.

Als Senior der Rentnertruppe,
den manches Zipperlein schon plagt,
gehör ich zur Gefahrengruppe
„Schon angeschlagen und betagt“.

Muss ich in Panik nun geraten
und meine Muse auch gleich mit,
die statt mit Versen, delikaten,
jetzt droht mit billigem Verschnitt?

Ach, könntet ihr mich hier so sehen,
so über alle Hürden hin,
ihr würdet sicher gleich verstehen,
warum ich nicht gefährdet bin.

Geschätzte Anzahl der Kontakte?
So wie ein Klausner allenfalls.
Da bleibt der Winzling, der vertrackte,
gewiss als Gast mir auch vom Hals.

Doch weitre Vorsicht ist geboten.
Ich nehm kein Risiko in Kauf.
Wasch mir jetzt öfter noch die Pfoten.
Hier bitte, meine Hand darauf!

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Demobilisierung, biologisch

DemobilisierungEin Kriegsherr, dem Gewalt gegeben
gleich Göttern über Tod und Leben,
dem nützt auch Clausewitz nichts mehr,
zieht Hades ihn aus dem Verkehr.

Gewiss aus Fleisch und Blut geboren
und nicht aus härt’rem Material,
doch von den Zeh’n bis zu den Ohren
gleichsam erstarrt: der General.

Stocksteif sein sämtliches Gebaren,
ob er den Leib, den Geist bewegt.
Sein erster Grundsatz: Haltung wahren.
Wie einer, der ‘nen Panzer trägt.

Dabei scheint von ihm auszugehen
‘ne ruhig-überlegne Kraft –
doch ohne Wärme zu verstehen,
metallisch und maschinenhaft.

Ihm untersteht in großen Haufen
der Jugend wallend frisches Blut.
Das lässt er mit den Feinden raufen
um Werte so wie Geßlers Hut.

Er muss sich in den Dreck nicht wagen,
liegt ohne Läuse im Quartier
und bürstet sich vom Spiegelkragen
ein letztes Stäubchen da und hier.

Auch wenn Chronisten später schreiben,
die Lage war längst aussichtslos,
lässt er sie ins Verderben treiben,
die halb noch in der Mutter Schoß.

So ist er denn ein Held geworden,
wie’s möglich nur in großem Stil:
durch hunderttausendfaches Morden.
Und wär doch einer schon zu viel.

Wem aber solche Macht gegeben,
dass vor ihm alles bleicht und bebt,
wie anders dass sein Tun und Streben
ihn jedes Maßes auch enthebt!

Ja, diese Machtvollkommenheiten,
sie machen seine Seele blind –
er glaubt sich Seit an Seite schreiten
mit Wesen, die unsterblich sind.

Und wie er wieder einmal kläffte
und kommandiert’ mit breiter Brust,
erlag im Vollbesitz der Kräfte
er eines Virus Kampfeslust.

Der grade noch die Himmelsscharen
sich in Gedanken unterstellt,
ist kläglich jäh hinabgefahren,
zu ruhn auf einem Gräberfeld.

Man hob ihn in den Leichenwagen
und schlug den Weg zum Friedhof ein.
Er durfte alle Orden tragen.
Der Tod wird schwer beeindruckt sein.

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