Am dunklen Strand

Am dunklen StrandAm Strand, die Beine zu verrenken.
Und Finsternis gibt’s oben drauf.
Nur an den Ponton-Muschelbänken
blinkt manchmal noch ein Flämmchen auf.

An ein’gen ausgewählten Stellen
hockt Möwenvolk in Kolonien
direkt am Fuß der Uferwellen,
die schäumend vor ihm niederknien.

Und auf des Meers vermummte Weite
stülpt düster sich das Firmament.
Schon ging der Mond so in die Breite,
dass von der Sichel er sich trennt.

Drum hat auch Venus ihn verlassen,
die nicht auf dicke Typen steht,
und birgt sich unter Wolkenmassen,
die Zephir gnädig nicht verweht.

Doch stößt du weder Kopf noch Wade,
weil’s an Beleuchtung dir gebricht;
denn durch die Nacht der Promenade
führt sicher dich Laternenlicht.

Man kann sich ihnen anvertrauen
auch ohne Kompass und Sextant
und furchtlos in die Ferne schauen,
die Beine immer fest an Land.

Und endlich wieder heim zu Hause,
nach langer Wanderung retour,
erblüht noch mal in meiner Klause
der ganze Zauber der Natur.

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