Erleichtert liegt

ErleichtertSternenhimmel-300x200 liegt im Abendfrieden
die Stadt, zerschlagen, ausgebrannt.
Geparkt die Möchtegern-Boliden.
Die Stille klingt wie auf dem Land.

Wenn’s ein paar Fenster wen’ger wären,
in denen trüb ein Lichtlein welkt,
man könnt es auch als Schein erklären
vom Kuhstall, wo noch einer melkt.

Der Straße graue Tummelwiese
verödet und verlassen jetzt,
als hätte ‘ne Bewegungskrise,
was sonst so rüde drüberhetzt.

Kein Auto blökt sein Missbehagen,
kein Schwein quiekt quasselnd in die Welt.
Mensch und Maschine fortgetragen
und artgerecht wo abgestellt.

Nicht mal der Wind mag sich noch mucken,
der doch so gern die Wipfel zaust,
dass sie sich immer tiefer ducken
vor seines Atems Pressluftfaust.

Noch tiefre Stille würd’s bedeuten,
käm jetzt ein Laut von irgend her
wie Krähen, Bellen oder Läuten –
doch nur von fern und ungefähr.

Egal. Wie eine Käseglocke
schließt schwarz der Himmel alles ein.
Doch seht, es schneit! Die erste Flocke!
Ach, Quatsch! Das muss die Venus sein!

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