Festtagsausfahrt

FesttagsausfahrtWie sie da hoch und höher ragten,
die Wellen außer Rand und Band,
und wutentbrannt ans Ufer jagten,
auf Klippen stürzend sich und Sand!

Und ständig diesen Sturm im Nacken,
der immer tiefer sich verbiss,
um Wunden ihnen einzuhacken,
dass Schaum sich von den Lefzen riss!

Ein ganzer Kranz von ihrem Geifer
fraß stetig in die Bucht sich vor
dank dieser Brandung Feuereifer,
der sich im Winde nicht verlor.

Mocht grade auch kein Regen fallen –
er drohte von den Bergen her,
wo Wolken sich in dicken Ballen
schon düster wälzten Richtung Meer.

Wir steuerten den kleinen Wagen
hart an dem Küstenstrich entlang,
wo vielfach auf der Fahrbahn lagen
die Meeresfrüchte Kies und Tang.

Kein Wetter zum Spazierengehen,
mehr was für Glotze und Kamin,
dem Sturm ‘ne rote Nase drehen,
die man ‘nem heißen Punsch entliehn.

Doch so die Landschaft zu verkosten
kommt mehr dem Autokino gleich:
Fällt selbst der Himmel aus den Pfosten,
man hockt am Lenker warm und weich.

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