Freizeitvergnügen

FreizeitvergnügenHeut muss man keine Brücke bauen,
es sei denn aus Versöhnlichkeit.
Nein, nur auf den Kalender schauen,
der bürgt auch so für freie Zeit.

Es hat sich nämlich so ergeben,
dass Freitag ist und Landesfest
und mancher auf der Arbeit eben
drei Tage sich nicht blicken lässt.

So liegt ein langes Wochenende
verheißungsvoll vor ihm und ihr,
und manche(r) reibt sich schon die Hände
und spitzt sich schon auf ein Pläsier.

Nur schade, dass die Datumsmacher
sich nicht aufs Wetter auch verstehn;
das wird womöglich auch so’n Kracher –
doch erst, wenn Blitze man gesehn!

Der heitre Ausflug ist zu streichen,
der Sonnensitz vor dem Lokal.
Es gilt nach innen auszuweichen,
wo nicht nach Haus zum Mutter-Mahl.

Kann in den eigenen vier Wänden
man sich nicht auch der Muße freun?
Entsprechende Signale senden
die Nachbarn grad, die sich verbläun.

Verbal zumindest. Nichts verschleiern,
von ihrem Zorn dahingerafft,
auf ihre Art die Feste feiern –
mit Bauch, mit Biss, mit Leidenschaft!

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