O, andre Völker, andre Sitten?
Da hämmert wer noch wo und klopft,
indes die Nacht schon vorgeschritten
und Wermut in die Stille tropft.
Doch nicht genug der Hammerschläge,
die hemmungslos zur Unzeit falln –
als Frucht der späten Wohnungspflege
noch weitre Laute widerhalln.
Mal knallt ein Gegenstand zu Boden,
mal schrammt ein Stuhlbein übern Grund,
als gäb mit seinen Klangmethoden
Xenakis sich hier fröhlich kund.
Doch kakophon, naturbelassen,
nicht in der Richtung Kunstgenuss.
Nur Krach, sich an den Kopf zu fassen,
Vampirbiss anstatt Musenkuss.
Es wird die kleinen Kinder wecken,
nachdem es ihren Traum zerstört,
in dem sie untern Kuscheldecken
den schweren Schritt der Angst gehört.
Es wird der Großen Nerven rauben,
die nach des Alltags Last und Müh,
ihr Körnchen sich wie Friedenstauben
erpicken aus dem Filmmenü.
Vom Dichter wolln wir gar nicht reden,
der halb um den Verstand gebracht
und sich auf dieses Höllen-Eden
auch keinen rechten Reim gemacht.