Man sollt es nicht für möglich halten
und ist doch bitterlich verbürgt –
der Mensch in seinem Erdenwalten
hat schon den halben Wald erwürgt.
Die himmelstürmenden Giganten,
die ihm doch niemals feindlich warn,
im Feuer seiner Rodung brannten,
um noch mehr Kohle einzufahrn.
War’s nicht genug, ihn umzuhauen
für Bauten, Möbel und Papier
und auch schon dabei zuzuschauen,
wie rasch ihm schrumpfte das Revier?
Jetzt nimmt man statt mit Axt und Säge
ihn mit der Flamme ins Gebet,
dass man in Schutt und Asche lege,
was mehr Profit im Wege steht.
So muss er täglich Federn lassen
und macht stupiden Feldern Platz,
auf die Millionen Pflanzen passen,
die besser für die Mäusehatz.
Denn jede der beschlipsten Kröten
auf ihrer schleim’gen Lebensfahrt
frisst mehr als ihrem Maul vonnöten
an Zukunft von der Gegenwart.
Als wär’s ein Niemand, den man schändet,
ein halbverdorrter Wüstenstrauch,
und nicht der Urgrund, der uns spendet
den ewig nöt’gen Lebenshauch!
Da baggern sie, die Profiteure,
nach immer neuem Geld und Gut
und knicken Gummibaum und Föhre
gemäß „Nach uns die Sündenflut!“
Wenn einmal diese trüben Tassen
verpieseln sich vom Erdenrund,
dann werden schlimmer sie’s verlassen,
als sie’s beschrien mit Baby-Mund.
Die Staaten aber und Kartelle,
die um die Welt sich schern ‘nen Dreck?
Auch ihnen schwimmen mal die Felle
mit dem erwürgten Walde weg.
Der Mensch indes, liegt in Ruinen
sein ehemals so prächt‘ges Haus,
er baut womöglich sich Maschinen
und reißt woanders Bäume aus!