Im Zwielicht

imagesO54S93TRIm Zwielicht dieser späten Stunde
am Himmel düstre Wolken ziehn,
die Grau in Grau im weiten Runde
wie panisch in den Abend fliehn.

Und immer wieder rauschen Schauer
vom aufgeweichten Firmament,
gewaltig, doch von kurzer Dauer,
und prasselnd, so wie Stroh verbrennt.

Ich hocke trocken in der Küche
und lass die Wolken Wolken sein,
ersinne mir gereimte Sprüche
und denke der Verflossnen mein.

Ein Sturm hat sie davongetragen,
den wohl ein Schicksalsgott gesandt.
Mein Herz hatt’ ich um sie geschlagen,
doch sie entschlüpfte und entschwand.

Die Wolken jagen ziellos weiter.
In Lücken schimmert Sternenlicht.
Ach, hätt ich eine Himmelsleiter!
Es gibt doch Engel. Oder nicht?

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