Sie zeigen fröhliche Fassaden,
wenn in die Kamera sie schaun.
Sie scheinen stets dich einzuladen,
das Beste ihnen zuzutraun.
Sie reichen lächelnd dir die Pfote
zum „Guten Morgen“ und „Wie geht’s?“,
als wärest du ein Himmelsbote
und Inhalt ihres Nachtgebets.
Und was sie für ‘nen Aufstand machen,
beim Tragen dir den Arm zu leihn,
Kartoffeln und so schwere Sachen –
bis in den Keller obendrein.
Der Kaufmann hinterm Ladentische –
ganz von Gefälligkeit durchtränkt.
Die Ware sei von feinster Frische
und „unter uns: doch fast geschenkt“.
Politiker und Werbefritzen,
Verkünder einer heilen Welt,
lassen dieselbe nur so blitzen
von Drachengold und Sternengeld.
Genauso süßlich die Reklame
der glaubenssel’gen Priesterschaft –
verheißt sie doch die Kreuzabnahme
durch unerforschte Götterkraft.
Nun, wenn man all die Friedenszeichen
zu einem Fazit aufsummiert,
ergibt sich, Wunder ohnegleichen,
ein Globus, den der Hass regiert!