In diesen milden Wintertagen,
wie sie der Süden uns beschert,
gibt’s keinen Grund, sich zu beklagen,
dass man den Sonnenschein entbehrt.
Meist ist in makelloser Bläue
des Himmels breite Brust geschwellt
als schönes Sinnbild einer Treue,
die ihm das Taggestirn hier hält.
Gewölk zieht manchmal seine Kreise
und wirft den nassen Ballast ab,
doch immer rasch und haufenweise
wie’n Gaul die Äpfelchen im Trab.
Wenn Schnee, dann in den Bergen oben
gelegentlich als Zuckerguss.
Am Strand wird kaum er mal geschoben,
was Schieber da verdrießen muss.
So weit also die Phänomene,
die mir bekannt als Resident.
Da, stellt euch vor, betritt die Szene
ein völlig neues Element!
Wie immer, wenn ich aufgestanden,
werf ich ‘nen Blick zum Fenster raus,
zu sehn, ob weiterhin vorhanden
das Fleckchen Welt vor meinem Haus.
Doch heute konnt ich noch so glotzen,
ich hab wie vor ‘ne Wand geguckt –
von Suppe sah ich alles strotzen,
die es mit Mann und Maus verschluckt.
Im Lauf der Stunden kam erst wieder
das traute Bild ans Tageslicht
und strahlte heiter auf uns nieder
die Sonne noch vor Schluss der Schicht.
Den Nebel hatte sie zerrissen
und weithin übers Meer gedrängt.
Da hat er schäbig und verschlissen
noch lang den Horizont verhängt.
