Was für ein einz’ges breites Lächeln
spielt heute um den Erdenmund!
Die Sonne glüht, die Winde fächeln,
das Meer macht seinen Buckel rund.
Der Strand ist vollgespickt mit Leuten.
Sie schreien, sie bewegen sich.
Und ruhn auf blauen Bärenhäuten
mit Salben gegen Mückenstich.
Am mutigsten die Wasserratten.
Die tauchen schon bis an die Brust
in diese kalten, spiegelglatten
Verkünder reiner Badelust.
Weit draußen ein paar Segel schieben
sich schleppend vor im lauen Wind.
Als Maler müsste man sie lieben,
weil sie fast unbeweglich sind.
Beschauliche beim Biere sitzen
im schattenreichen Strandcafé,
Gedanken träge auszuschwitzen
in das geduld’ge Ohr der See.
In diesem Sinn: Recht freundlich bitte!
Als hätt dies Gott sich ausgedacht,
der heimlich hier in unsrer Mitte
ein Bild sich seiner Schöpfung macht.
Wie’n Schnappschuss aus dem Paradiese.
Doch abends, wenn wir Glotze sehn:
Ein Globus in der Dauerkrise.
‘ne Hölle eh’r. Anthropogen.