Jetzt sind die Lichter ausgegangen,
die da so glänzend und so bunt
die ganze Weihnachtszeit gehangen
paar Meter überm Straßengrund.
Und ausgebrannte Birnen dümpeln
nun nutzlos im verspielten Wind,
bis jemand kommt, sie zu entrümpeln
samt Krippe und samt Jesuskind.
Es klingen keine Weihnachtslieder
mehr durch die offne Kirchentür,
mit gläub’ger Inbrunst, fröhlich-bieder
gejauchzt, gejubelt für und für.
Und auf den hölzern-harten Bänken,
die Menschen trugen dicht wie Laub,
in ihr Gebet sich jetzt versenken
nur Stille, Dämmerung und Staub.
Es drängt nicht mehr mit festem Schritte
der Christ in den geweihten Raum,
dass in der Mitgeschwister Mitte
er fromm erhasche Gottes Saum.
Verriegelt steht die hohe Pforte,
dem Blick entzogen der Altar,
verklungen sind die Weihnachtsworte,
versiegelt für ein ganzes Jahr.
Ist das nicht wie mit Raritäten,
die man dem Volk nur selten zeigt?
Dann kommt’s zuhauf auch ungebeten
und vor dem Wunder sich verneigt.