Der Abend ist so still gekommen,
auf einmal war er einfach da.
Ich hab ihn gar nicht wahrgenommen,
da riss mich dieses Tütata
Der Feuerwehr aus meinen Träumen,
und wie ich dann so aufgeguckt,
sah ich schon tausend Lichter schäumen
im Wipfel, der im Winde zuckt
Jener Platane mir vor Augen,
die mächtig ihre Krone spreizt,
der Sonne Strahlen einzusaugen,
mit denen dort die Straße geizt.
So treuherzig sah diese Stille,
so sanft und friedlich sah sie aus,
doch tückisch blitzte die Pupille
der Fenster gelb aus jedem Haus
In diesen düsteren Fassaden,
die nicht ein Fünkchen Bunt erhellt,
vom Grau der Klinker überladen,
das ungesehn ins Auge fällt.
So flohn gedankenlos Gedanken
durchs Labyrinth des Hirns dahin
und stießen dennoch bald auf Schranken –
den eingefleischten Dichtersinn
Der losgelöst vom Weltgebäude
sich auf die Zeilen konzentriert,
die mit verbissner Schaffensfreude
dem Blatt er auf die Blöße schmiert.
Der Straße nächtliche Signale,
die nie verstummen, hört er nicht.
Wie’n Elektron in seiner Schale
kreist um den Kern er, ums Gedicht.
Was wär von da auch zu gewinnen?
Nicht der berühmte Blumentopf.
Das bisschen Kosmos! Doch hier drinnen
mehr als ‘ne Welt: die Welt im Kopf.