Als Rentner kann man manches treiben,
wenn Sonnenschein nach draußen lockt –
nur eins nicht: In der Bude bleiben,
an seinen Sessel angepflockt.
Ich nahm die Beine in die Hände
und düste an die frische Luft,
dass ihren warmen Hauch sie spende
und zarten Tamariskenduft.
Die beiden weidlich dann genossen
mit wallendem Naturgefühl,
hab rastend ich mich hingegossen
in weiches Strandcafé- Gestühl.
Ein Tischchen hatt‘ für mich alleine
ich auf dem Fleck, der schön besonnt,
so dass die müden Wanderbeine
ich lang und länger machen konnt.
Da lag ich fast schon auf dem Rücken
wie auf ‘nem Sonnendeck zur Ruh
und sah mit heimlichem Entzücken
dem Flammenspiel der Wellen zu.
Weit bot das Meer sich meinen Blicken
gleich hinterm Sand, der es gesäumt,
indes die Groß-Uhr, ohne Ticken,
die Zeit mir aus dem Weg geräumt.
Da komm mal raus aus deinem Dösen,
wenn Herz und Hirn sich nicht mehr muckt!
Die faulen Glieder konnte lösen
der Dämmer erst, der ‘s Meer verschluckt.
