Schon geh ich wieder hinterm Pflug
der Feder, die mir Furchen zieht,
nicht grade, aber gut genug,
dass sprießt daraus ein Frühlingslied.
So eil dem Lenz voraus ich gar,
des Acker ja noch öde liegt,
weil er noch immer Rad und Schar
nicht in die frost’ge Krume kriegt.
Doch ist gewiss der Vorsprung klein:
Es schaut, zwar spärlich noch besonnt,
doch immerhin, es schaut herein
der März schon mal als Wärmefront.
Heut früh vernahm ich Vogelsang
– ich weiß nicht, ob’s die Amsel war,
ein süßer, doch verhaltner Klang –
zum ersten Mal in diesem Jahr.
In ein’gen Tagen, drauf mein Eid,
da hat sich’s mit dem Winterfrust,
da strahlt die Welt im Hochzeitskleid,
Millionen Sträußchen an der Brust.
Dann schnuppert wieder naseweis
der Krokus aus dem Wiesengrund,
so wie aus seinem Loch im Eis
der Robbe borstenbärt’ger Mund.
Dann wiegt sich wieder auch im Wind
die Osterglocke zum Geläut,
des Frühlings zweitgebornes Kind,
das schaukelnd seiner selbst sich freut.
Dann leuchten auch Forsythien schon,
Magnolien mit dem Lilienleib,
und lauthals weiht die Luftschwadron
dem Zwitschern sich als Zeitvertreib.
Dann wäre auch der Lenz so weit
und hätte seine Flur bestellt.
Mein Vorteil vor der Jahreszeit:
Die Küche, winterwarm, mein Feld.