Kuschelweihnacht

Heiße WeihnachtHeut grüße aus dem schönen Süden
ich die verschnupfte Leserschar
mit einer meiner Vers-Etüden,
die Frühling atmen, Adebar.

Soll ihrem Ohre wohl bekommen
und ihrem nordischen Gemüt,
auf dass auch mir, dem Musenfrommen,
ein neues Mauerblümchen blüht.

Die Sonne frisst sich alle Tage
hier durch den saftigen Azur
und bringt ‘ne Masse auf die Waage
mit leicht erhöhter Temp’ratur.

Erst wenn der Abend angebrochen,
der letzte Schimmer sich verzehrt,
kommt jene Kälte angekrochen,
die dich auch hier das Fürchten lehrt.

Der goldnen Münze andre Seite.
Ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Heißt: Trotz der geograph’schen Breite
auch Wolle hier Furore macht.

Doch dies allein der Wahrheit wegen.
Tagsüber noch Spätsommerflair.
Und mit den reichen Lichterträgen
geht leichte Bräunung auch einher.

Dezember herrscht in diesen Landen,
die man sich weiß nicht denken kann.
Über den Straßen Lichtgirlanden –
mit Schlitten und mit Weihnachtsmann.

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