Was gibt es Größres als die Helle,
wie sie das kleinste Licht gewährt?
In tiefster Finsternis die Quelle,
die Zuversicht und Hoffnung nährt!
Da thronen sie auf ihren Ständern,
die Wachsgebilde, aufgereiht
auf Drei-, und Fünf- und Siebenendern
wie Flammen, einem Gott geweiht.
Da sind die grünen Fichtenarme,
die in die heil’ge Nacht gestreckt,
wie dicht und duftend von dem Schwarme
der Weihnachtskerzen sie bedeckt.
Da glänzt an seinem Ehrentage
der Friedhof, in den Schein getaucht
der feierlichen Totenklage,
die windgeschützte Zungen braucht.
Und auch, im Schoß des Ozeanes,
am ausradierten Horizont,
das Lebenszeichen eines Kahnes,
der mit Laternkraft besonnt.
Vom Sternenhimmel ganz zu schweigen,
der uns mit Ehrfurcht stets erfüllt,
als ob in seinem Feuerreigen
die Gottheit selber sich enthüllt‘.
Erbärmlich, unscheinbar dagegen
auf meinem Pult der Flimmerwicht –
und doch genug, mich anzuregen
zu manchem glühenden Gedicht!