Den ganzen Tag zu Haus geblieben,
dem Wind und Regen sei’s geklagt,
die wie von Furien getrieben
die kleinste Pause sich versagt.
Es ist erst gar nicht hell geworden.
Die Sonne selber sich verkroch
vor diesen wüsten Wolkenhorden
in ihres Kosmos Rattenloch.
Mein Stübchen lag im Kirchendämmer,
so wie er schwache Herzen raubt –
als Hoffnung für die sünd’gen Lämmer,
geheimnisvoll und leicht verstaubt.
Und dann die Kälte: Aus dem Boden
stieg sie als Drachensaat empor,
beharrlich und nicht auszuroden,
es sei denn mit dem Heizungsrohr.
Die Lampe galt es anzuschalten,
wollt man nicht gänzlich Däumchen drehn:
ein Buch sich vor die Nase halten,
‘ne Nadel, um was anzunähn.
Ach, in den südlichen Gefilden,
in die‘s als Rentner mich verschlug,
gibt’s außer Stunden, süßen, milden,
auch grimmig-grässliche genug!
Wie sehr sie aber sich auch mühen
um wechselhafte Wetterkost,
in ihren Furchen selten blühen
die Winterblumen Eis und Frost.