Man kann sich viel Gedanken machen
und viele bringen zu Papier,
um damit Feuer anzufachen
im Ofen, dass man nicht erfrier.
Doch solln, die aus der Seele stammen,
die Silben, die man sorgsam misst,
Schamottstein lediglich entflammen,
‘nen Moloch, der selbst Kinder frisst?
Dies trübe Schicksal zu ersparen
mir, Les’rin, griffst (ein Wunder!) du
unter den lyr’schen Kurzweilwaren
gerade auf mein Flickzeug zu!
Nicht um mir was am Zeug zu flicken,
nein, einfach weil es dir missfällt,
mit Schick und Schale rumzuzicken
und Mode, die nur ‘n Sommer hält.
Den Anspruch will ich nicht enttäuschen,
der ja nun wirklich nicht so groß –
obwohl bei diesen Störgeräuschen
da von der Straße pausenlos …
Erinnre dich, dass ich inmitten
der City ja auf Musentour,
wo selbst zur Nachtzeit unbestritten
von Friedhofsruhe keine Spur!
Kann mehr ich als ‘ne Maus gebären,
selbst wenn gleich einem Berg ich kreiß?
Ach Gott! Warum mich denn beschweren –
hat denn nicht alles seinen Preis?
Mir schenke Selbstvertraun und Stärke
zukünftig jener Malersmann,
der einstens seine Meisterwerke
signierte schlicht mit „As ik kan“.
So, nach der geist’gen Pirouette,
die zierlich grade ich gedreht
(auch dass mir nicht das Hirn verfette!),
zur Sache wieder, um die’s geht.
Kurz, würde mir dein Zuspruch fehlen,
allein, indem du dieses liest,
weshalb noch mit ‘ner Kunst sich quälen,
die nur als Mauerblümchen sprießt?
So wie ‘nes einz’gen Guten wegen
Gott hätt verschont die sünd’ge Stadt,
werd ich an sie nicht Hand anlegen,
solang sie einen Fan noch hat!