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Ortsveränderung

Dem Flieger möcht ich noch mal danken,
der heil mich an mein Ziel gebracht
und ohne Wirren, ohne Wanken
beflissen seinen Job gemacht.

Es trug mich von der Sonnenküste
in höhre Breiten dies Gerät –
doch nicht, dass ich bedauern müsste,
dass hier ein kühlres Lüftchen weht.

Ich schwöre, Leser, Euer Ehren,
genau das Gegenteil ist wahr –
wenn nicht so heiß die Sommer wären,
käm ich da unten besser klar.

Doch knallt euch mal ein Dutzend Wochen
aufs Fell die Sonne unverwandt,
fühlt ihr euch schließlich wie ein Knochen,
der einsam bleicht im Wüstensand.

Dann lieber zwei, drei schwüle Tage,
nach denen’s richtig blitzt und kracht
und wieder herrscht mit einem Schlage
‘ne Reinheit, dass die Lunge lacht.

Allein die Büsche und die Bäume –
wie die sich in die Blätter knien!
Beschattung top der Straßenräume.
Plus Rhododendron und Jasmin.

Ob winters ich im Süden hause,
ob sommers, wo die Birken blühn –
für mich ist’s Urlaub, Arbeitspause,
das Gleiche, wie es heißt, in Grün.

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