Da seh ich langsam schon versinken
den letzten Hauch von Rosenrot.
Gleich werd ich leer die Flasche trinken –
womit mir ein Fiasko droht.
Ein gutes Tröpfchen der Lagune
kam von Venedig mir daher.
Ich spießt es gern auf die Harpune
wie’n Fisch zum baldigen Verzehr.
Doch wie ja alle Freuden enden,
so geht auch diese auf den Rest.
Der Trank zerrinnt mir untern Händen,
die Gurgel hält ihn mir nicht fest.
Dabei soll er das Hirn befeuchten,
damit’s in Fahrt so richtig komm,
den Herrn Poeten zu erleuchten
mit Versen schön und musenfromm.
Doch muss es auch mal ohne gehen,
Dionysos mög mir verzeihn,
und ich der Reise Rest bestehen
zum Helikon – mit Gänsewein.
Oh, oh, das kann ja heiter werden,
seufzt, Les’rin, du voll Ironie,
mit so was wird er nur gefährden
den freien Fluss der Fantasie.
Nun ja. Drum will ich kürzer treten
und meine Verse limitiern,
um den verflixt und zugenähten,
den Faden nicht noch zu verliern.
So weit ist alles gut gelaufen,
auch wenn kein Doping mehr im Spiel.
Doch eh es wirkt, das Wassersaufen,
leg lieber ich die Kunst auf Kiel.
Und über Zeug, das ungeschrieben,
zerreißt sich auch kein Schwein das Maul.
Drum bis zum nächsten Ritt, ihr Lieben!
Ab in den Stall, mein Flügelgaul!