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Eine Urlaubsszene

Eine UrlaubsszeneWie häufig hab ich nicht gesessen,
vom milden Hauch der Nacht umhüllt,
die Welt der Akten zu vergessen,
die sonst mein kleines Dasein füllt

In dieser Palme schönem Schatten,
beschirmend mich vorm Sternenlicht,
das scheu den Doppelzaun der Latten
gefiederten Gezweigs durchbricht.

Wie wohlig ist’s mir da gewesen,
wenn ich so sinnend draußen saß,
im Buch des Himmels noch zu lesen,
das niemand je zu Ende las.

Und über mir, am sichren Faden
im unerschütterlichen Bau
des Kosmos zeigten die Plejaden
in stummem Fluge ihre Schau.

Bisweilen huschte an der Mauer
ein Tier noch, oder am Balkon:
Dann war’s ein Gecko – kurze Lauer,
im nächsten Augenblick davon!

Kaum noch ein Laut ließ sich vernehmen.
Selbst die Zikaden gaben Ruh.
Vom Strand her nur, so schien’s mir, kämen
noch dumpfe Seufzer ab und zu.

Mit seinen alterskrummen Knorren
stach schwarz der Ölbaum von der Wand,
ein Greis, verwunschen und verworren,
der als Gespenst hier festgebannt.

Nicht weit davon, dem Blick entzogen
wusst ich Zitronen überreich,
die schwer an ihren Ästen wogen,
doch blutleer nun und seltsam bleich.

Wie hieß doch gleich noch diese Blume,
die farblos starrte aus dem Dust
von ihres Beetes trockner Krume?
Ich weiß nur, dass ich’s mal gewusst.

Ein Kerzchen wachte mir, zu hüten
den letzten Funken trüber Sicht.
Oleander schwamm in dunklen Blüten.
So träumend braucht ich Träume nicht.

Spätes Hobby

Spätes HobbyDer Wind hat sich zur Ruh begeben,
die Flaggen baumeln schlaff am Mast.
Dem himmelschrei’nden Straßenwesen
hat einen Maulkorb man verpasst.

Doch umso greller die Fassaden:
Kaum zeigt der Tag sein Nachtgesicht,
da rankt um Kneipe sich und Laden
schon bontjefarbnes Neonlicht.

Die Sterne kann man glatt vergessen,
wie sehr sie auch am Himmel glühn:
Was ist ihr Einheitsweiß, gemessen
an diesem Tanz von Blaurotgrün!

Darüber: Nackte Fensterscheiben,
durch die ein matter Schimmer dringt
vom kunterbunten Bildschirmtreiben,
das trübe Blicke auf sich zwingt.

Wer sich im Alltag aufgerieben,
zog sich ins Schneckenhaus zurück.
Sich nerven, langweiln, quälen, lieben –
Gemäuer hüllt das Abendglück.

Zu dem, ich will es nicht verschweigen,
auch das gehört, dem ich mich weih:
den Musen auf das Dach zu steigen
zur Zwanzig-Uhr-Poeterei.

Nur gut, dass mir in meiner Klause
kein Deubel auf die Finger guckt
und sieht, wie mir die Rebenbrause
am Ende in die Suppe spuckt.

Merkt’s nicht der Kritikus, derweilen
mal so, mal so gefüllt das Blatt?
Nein. Weiß er doch, ein Sack voll Zeilen
mal so, mal so viel Strophen hat.

Es wird inkognito geschrieben,
was für die Welt geschrieben ist.
Wein hilft – und hindert nachzuschieben.
Was (Letzteres) man leicht vergisst.

Laut und leise

Laut und leiseErst Feuerwerk, dann Böllerschüsse!
Die Nacht erzittert im Gelärm
urbaner Freuden und Genüsse,
für die ich nur verhalten schwärm.

Hab wieder Stellung hier bezogen
in meiner Küche Musenhain
und warte, bis der Spaß verflogen,
der Himmel wieder stubenrein.

Ein Gläschen steht mir vor der Nase,
zu fördern meine Fantasie,
wie oft, wenn in der Dichterphase
ich nachts mich in die Strophen knie.

Da! Nach dem doppelten Spektakel
‘ne Stille, die man förmlich hört!
Und endlich stochern die Tentakel
des Geistes wieder ungestört

Mal hier und da in allen Ecken,
mal hier und da in jedem Mist,
ein saubres Verslein zu entdecken,
das bisher ungeschrieben ist.

Nun seh ich auch die Nachtlaterne,
den Mond im luft’gen Dachgestühl
des Himmels leuchten in der Ferne,
unendlich bleich, unendlich kühl.

Und auch dies tückische Geklumpe,
das lieblich uns ins Auge sticht,
weil es pulsierend wie ‘ne Pumpe
uns treu besprengt mit Sphärenlicht

Lässt wieder blicken sich inzwischen
und blinkt und blitzt so hübsch daher,
als hätt von aufgeladnen Fischen
man Laich verstreut im Himmelsmeer.

Ach, diesem Zauber sich verschließen,
das Ende wär’s gewiss vom Lied.
Drum seht, wie mir die Verse sprießen
gemüsegleich in Reih und Glied!

Und dennoch kommen mir Bedenken:
Ist, was ich klier, nicht alles Kohl?
Sollt ich die Zeilen mir nicht schenken,
da Poesie doch Monopol

Von ausgesuchten Dichtergrößen,
die sich die Kritiker gekürt,
um jedem Ehrfurcht einzuflößen
vorm Feuer, das sie selbst geschürt?

Noch ist die Frage nicht entschieden –
drum drück ich mich erst mal davor
und flücht mich in den faulen Frieden
des Schlafs. Hau, vulgo, mich aufs Ohr.

Ein Seidenschimmer

Ein SeidenschimmerEin Seidenschimmer hält umfangen
die Dächer noch vom Himmel her,
und Rosa spiegelt auf den Wangen
der Scheiben sich im Ziegelmeer.

Und milchig zieht herauf wie Schwaden
vom unsichtbaren Horizont,
um alles Blau darin zu baden
verwaschnes Weiß als Wetterfront.

Doch wie ich dies noch so bedenke,
verdüstert sich umher die Welt
und Grau befällt die Wolkenbänke,
wie Schimmel altes Brot befällt.

Im Nu sind sie indes versunken,
und laugenlauer Einheitsbrei,
in den sich erste Lichter tunken,
zeigt blicklos mir sein Konterfei.

Auf einmal ist es Nacht geworden.
Geschloss’ner stehn der Verse Reihn.
Ein Lager da von Hunnenhorden?
Nein, nur der Sterne Feuerschein.

Und was mir in den Sonnenstunden
tagsüber nicht das Hirn beschwert,
wie lebhaft wird es nun empfunden,
da Dunkel seine Trübsal nährt!

Jetzt sehe ich die Zeit verblassen
im gleichen Takt mit dem Azur
und mit den Mauern Häusermassen
bis auf die allerletzte Spur.

Ein Fingerzeig für Letzte Dinge?
Memento mori, sei gewiss
des Todes, der auf schwarzer Schwinge
dich karrt in ew’ge Finsternis?

Ach, auch den Morgen wird umfangen,
der wieder aus der Nacht sich müht,
ein Seidenschimmer, dunstverhangen,
der rasch im frühen Rot verglüht!

Kleine Welt

Kleine WeltIst das da wirklich meine Welt,
dies „Küchenstück“ im Fensterrahmen,
an dem sich trist die Farbe pellt
von längst schon unbekanntem Namen?

Fassaden, die ein Dach bekrönt,
von dem sie zinkne Traufen trennen.
Mal düster, mal von Licht verwöhnt
die Ziegel wie die Hausantennen?

Und Gläser, die gebrochnen Blicks
pupillenlos nach innen stieren,
der Scheiben fadenschein’ger Mix
von Tönen, die in Grau changieren?

Die Straße, die ihr dickes Fell
beharrlich bietet ihren Tretern,
sei’s Schuhwerk oder Fahrgestell,
geduldig, ohne Zorn und Zetern?

Und über alles dies gespannt
ein Himmel wechselvoller Leere –
Azur von makellosem Brand,
Gestirn von schwereloser Schwere?

Ein Ausschnitt ist’s nur vis-à-vis,
ein Fetzen, dem wir Fülle leihen,
so wie sich in der Galerie
die Schinken aneinanderreihen.

Und jeder will auf seinem Feld
als Kosmos sich verstanden wissen,
denn Kunst, die aus dem Rahmen fällt –
was ließ sie neben sich vermissen?

Wie sollte der Museumstrick
bei mir indessen stets verfangen –
sucht nicht bisweilen auch mein Blick
in größre Weiten zu gelangen?

Dann wandert über Dächer hin
hinaus er aus der Klause Enge,
dass er dem erdverklebten Sinn
ein Loch in seine Blindheit sprenge.

Und sehe ich vom Himmel her
des Mondes Aug beharrlich spähen,
dann weiß ich hinterm Häusermeer
millionenfach die gleichen Nähen.

Wohl Menschen auch von gleichem Schliff,
die es in schwacher Stund bedauern,
dass wie Korallen sie im Riff
am angestammten Ort versauern.

Zu denen ich entschlossen flieg
auf meinen schwarzen Tintenschwingen,
wenn ich wie jetzt den Raptus krieg,
Gefühle mir vom Leib zu singen.

Dicke Luft

Dicke LuftMit keinem würd ich heute tauschen,
so heiter leb ich meinen Tag.
Solln draußen ruhig Schauer rauschen,
ich nehm die Bude in Beschlag

Um mir genießerisch zu würzen
das Säkulum der Sonntagsruh,
mit Singen etwa, Schnurrbartkürzen –
sonst kommt man schließlich nicht dazu.

Auch zur Lektüre wird gegriffen,
um kurz bei Bunin zu verweiln,
der Weite Russlands und den Pfiffen
der Loks, die rastlos sie durcheiln.

Was soll ich euch noch mehr erzählen?
Auch Tee gehört zur Tageskost.
Den grünen kann ich nur empfehlen –
ostfriesisch, doch à la Fernost.

Nur einmal hat es unterbrochen
den Frieden Marke „Paradies“,
als zuckend wie ein Zitterrochen
ein Blitz in diese Leere stieß

Gefolgt von einem Donnergrollen,
das tausend Tiger übertraf,
so dass man hätte meinen sollen,
es reißt die Toten aus dem Schlaf!

Doch diesen Wetterwidrigkeiten
bot ich (sieh auch Vers eins) die Stirn.
Ja, mir gefiel’s, zum Stall zu schreiten
und meinen Pegasus zu schirrn.

Der Lyrik, müsst ihr nämlich wissen,
ist stets ein blauer Himmel grün,
dass ungestört von Hindernissen
sich Dichter zum Parnass bemühn.

Und seht, schon bin ich eingetroffen,
von Gaul beflügelt und Begehr –
der Götterfeste Tor weit offen,
nicht einmal klingeln muss ich mehr.

Da kommen von der Kemenate
auch schon die „Herrn“ der Burg geeilt,
die Musen, neunfach Duplikate,
die neunfach sich die Kunst geteilt.

Und treten freundlich mir entgegen
wie einem, den man leiden kann,
dass sich ein wenig Stolz zu heben
in meiner bangen Brust begann.

„Zuvörderst lasst mich Euch entbieten,
erhabne Schwestern meinen Gruß.“
Oh, ich versteh mich auf die Riten
und diesen ganzen Floskelschmus!

„Schön, dass nach kurzem Höhenfluge
der Zelter mich zu Euch geführt –
man schätzt zu Recht, die Art, die kluge,
und er den Stall, der ihm gebührt!“

Da löste aus Euterpes Munde
so seltsam sich ein Sprechgesang,
dass es wie Zwitschern in der Runde,
wie tausend Nachtigallen klang.

So viel hab ich davon verstanden:
„Dein Klepper ist nicht Pegasus.
Mit dem kannst du bei uns nicht landen,
hau ab, sonst gibt’s ‘nen Pferdekuss!“

Ihr glaubt, das hätte mir verdorben
die Lust am lyrischen Parcours?
Hab ja ein dickes Fell erworben –
der Giftpfeil macht es dicker nur.

Beim nächsten Anlauf wird es klappen,
jetzt weiß ich ja, was dort gefällt –
werd Drosseln mir als Lehrer schnappen
und zwitschern, was die Gurgel hält!

Vorfreude

VorfreudeEin letztes Mal will ich genießen
die Tage ohne Druck und Drang,
die still und heiter mir verfließen
fern von Büro und Aktenzwang.

Die Koje muss ich erst verlassen,
wenn schon im Licht die Bude liegt
und die Geschäftigkeit der Gassen
mich doppelt ins Nirvana wiegt.

Ein Tässchen Tee dem Herrn gefällig?
Gewiss doch, James, wie immer gern!
(Die Lust am Schauspiel, unterschwellig.)
Und Beutel aus der Packung zerrn.

Nie will das Ei mir besser schmecken,
als wenn so lang ich drüber brüt:
Ins Gelbe gleiten, Löffel lecken –
nur keine „Nasen“, Gott behüt!

Was gibt es Neues aus dem Äther?
Mal hören, was die Kiste spricht.
„Parteien…Unglück…Missetäter…“ –
verdrießlich nur das Wetter nicht.

Gleich sich zur Tasse wieder wenden.
Am besten noch ein Buch zur Hand.
Von diesen ungelesnen Bänden
vielleicht „Alice im Wunderland“?

Und schon bin ich mit ganzer Seele
so drin, als ob ich’s selbst erführ,
dass ich das Löffelziel verfehle
und blindlings in der Butter rühr.

Die schönst Frühstückszeit indessen
geht mal zu Ende – sei es drum!
Doch an dem freien Tag gemessen,
nehm ich die Kürze ihr nicht krumm.

Jetzt will ich erst mal Kaffee kochen,
dass sein Aroma mich erfreu,
dieweil mit früheren Epochen
ich schmökernd meinen Geist zerstreu.

So geht den ganzen Tag es weiter,
die eine jagt die andre Lust,
dass gleichsam du als Wegbereiter
der Lüste, Leser, sehn mich musst.

Du meinst, es graut mir vor den Stunden,
da ich im Drehstuhl wieder hock,
nur in Funktionen eingebunden,
zwischen PC und Aktenbock?

O nein! Dann will ich gern verrichten,
worin ich selten Freude fand:
den kleinen Rest der Arbeitspflichten –
zwölf Wochen vor dem Ruhestand!

Gedanken dämmern

Gedanken dämmernMir scheint, der Sonntag will ermüden.
Schon dunkelt Blässe im Azur.
Wie leergefegt der ganze Süden,
den grade noch ein Stern befuhr.

Der Dächer Kanten da und Ecken
schon angehaucht vom Rosenschein
der Strahlen, die die Waffen strecken,
die glänzend sie dem Mittag leihn.

Schon übertüncht die Steinfassaden
ein Grau, wie Laken es befällt,
die unberührt in Eichenladen
die Jungfer sich als Hoffnung hält.

Beinah ist auch der Lärm erstorben
der Autos, Stimmen, Feuerwehr,
und weht schon rein und unverdorben
der Abend frisch als Wind daher.

Bald muss die Kerze ich entzünden,
sie wächst ja mit dem Dunkel mit.
So seh ich denn in Schatten münden,
was eben erst sich Licht erstritt.

Selbst dieser Weißherbst geht zur Neige
und welkt im Flaschenglas dahin.
Sic transit? Besser wohl, ich schweige –
dass einmal Philosoph ich bin.

Ein Traum

Ein TraumDa seh ich wieder ihn erbleichen,
den Tag, der immer „heute“ heißt,
obwohl doch keiner seinesgleichen –
verjagt vom Globus und verkreist.

Und stumm in Nacht und Nichts versinken
mit seinem ganzen Häusermeer.
Geräuschlos. Bis auf diese Finken,
die Abschied flöten ringsumher.

Genauso, ach, wir Menschenwesen:
Ein Deut ist uns kaum zugeteilt
von diesen kosmisch kargen Spesen,
womit man im „Zur Erde“ weilt.

Und leider auch kein Kraut gewachsen,
mit dem man Dauer sich erkäut.
Drum immer hoch, ihr müden Haxen,
zu jeder Kurzweil euch zerstreut!

Ja, schnellt bis an die Himmelsdecke
und dumpf aufs Plaster dann zurück,
dass eine ganze Welt es wecke
zu eurem jüngsten Bubenstück!

Und seid ihr tüchtig hochgesprungen
und habt euch sattgehüpft soweit,
dann schickt euch in die Niederungen
der allerletzten Liegezeit.

Und falls sich dort dann, untertage,
wo nicht mal Grubenlicht erglimmt,
in Frost und Finsternis noch vage
ein Traum euch in der Schale schwimmt

Dann muss er wohl vom Frühling handeln
und von der Kraft, die ihn gebiert,
in Lust und Leben zu verwandeln,
was starr noch in der Scholle friert.

Später Gast

Später GastVon Herzen, Freund, sei mir willkommen
als dieses Abends liebster Gast!
Drum erst mal in den Arm genommen
und traulich um den Leib gefasst!

Wie ist’s dir unterwegs ergangen?
Nein, sage erst, wann sie begann,
die Reise. Halt, nicht angefangen –
du hast ja noch den Mantel an!

So, wolln wir in die Küche gehen?
Wie unter Freunden, nicht formell.
Mein Gott, schon ewig nicht gesehen,
ach, wie vergeht die Zeit so schnell!

Du, lass dich gar nicht lange bitten,
mach’s dir bequem, komm, hier nimm Platz!
Doch ich hab’s Wort dir abgeschnitten –
erzähl doch endlich, Satz für Satz.

O Mann, dran hätt ich denken müssen:
Du wirst doch sicher hungrig sein!
Was hältst von Brot du, Käse, Nüssen?
Salami schneid ich auch dir klein.

Du brauchst dich wirklich nicht zu zieren,
lang zu, es ist noch reichlich da!
Doch nun mal keine Zeit verlieren –
berichte, was dir so geschah!

Ein letztes Wort noch: Diese Klause,
bescheiden, kein Elysium –
gefällt es dir, wie ich hier hause?
Ach, sieh dich doch erst einmal um!

Dabei hätt ich beinah vergessen,
Moment!, bin gleich ganz wieder Ohr,
es wär dem Anlass angemessen,
ich stellte dich erst einmal vor.

O Les’rin, er hat viele Namen,
sein Wesen wechselnd und Gebiet,
genügt auch „Wein“ in diesem Rahmen,
der nicht auf Etikette sieht.

Allein, mein Freund ist von der Sorte,
die ihrer Eigenart bewusst:
In Waffen hitzig und im Worte.
Gascogner. Voller Redelust.

Die allerdings – wie, weiß der Henker –
er auf den Hausherrn überträgt,
des Zunge sich sofort gelenker
und flüssiger im Rachen regt

Dass überschwänglich ihre Freude
verströme sie im Redeschwall
und keinen Augenblick vergeude
von ihres Klanges Widerhall.

Doch rasch heißt’s wieder Abschied nehmen.
Schon flüstern Sterne ihr Gebet.
Schon löst in Schatten sich und Schemen,
was fest sonst in der Sonne steht.

Auf, auf darum und rasch geschieden!
Steh ich denn noch in vollem Saft?
Ich brauch jetzt meinen Daunenfrieden –
der Kerl hat mich ganz schön geschafft.