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Lärmverschmutzung

LärmverschmutzungOh, wie sie um die Wette heulen
mit Blaulicht und mit Martinshorn!
Ich könnt sie manchmal niederkeulen,
obwohl nicht zur Gewalt geborn.

Den ganzen Tag geht dies Gezeter,
zuzeiten sogar Schlag auf Schlag,
lässt auch nicht nach am Abend später,
nicht Mittwoch und nicht Donnerstag.

Dem Sonntag selbst, der nachgerade
der Inbegriff der Ruhe ist,
fährt schmetternd oft in die Parade
der’s Autoblech bläst, der Hornist.

Direkt im Zentrum, Bahnhofsnähe.
Da wo das Herz der Stadt pulsiert.
Urbanität, auf die ich stehe –
bis auf den Lärm, der sie regiert!

(Den Mietenspiegel man befrage,
dass er der Wohnung Preis erhärt:
Doch hier markiert er „gute Lage“,
mit andern Worten: Er verzerrt.)

Am liebsten würd ich südwärts ziehen,
wo ruhiger das Leben fließt,
wo ‘n Wagen, vor dem andre fliehen,
nur selten übers Pflaster schießt.

Wo meine Ohren sich erfreuten
an Klängen, frisch aus der Natur,
und abends noch die Glocken läuten,
die Stille unterstreichend nur.

Im Bette noch dem Meere lauschen,
das um die Ecke gleich beginnt;
in süßen Träumen Wellen rauschen,
mich selig wiegend wie ein Kind.

Tatü tata! Ein jähes Jaulen
zerreißt den ahnungslosen Raum.
Ach, bleiben werd ich hier, verfaulen.
Im Lärm verliert sich selbst der Traum.

Abendspaziergang

AbendspaziergangDie Luft begann sich schon zu trüben
mit einem Hauch von Dämmerung,
als ich, mich im Flaniern zu üben,
noch einmal rausging auf ‘n Sprung.

Ich drehte eine kleine Runde
hier um den nächsten Häuserblock
und freute mich der halben Stunde
fernab von meinem dritten Stock.

Noch spannte endlos sich die Weite
des leeren Himmels über mir,
der mählich sich vom Blau befreite,
das strahlend seines Tages Zier.

Und wie ich so in mich versunken
den Blick nach oben schweifen ließ,
sah plötzlich ich zwei lichte Funken
wie Cherubim vorm Paradies.

Die funkelten wie Diamanten
so überirdisch hell und klar
vom Himmelsgrunde, der jetzt samten
wie eine Schmuckschatulle war.

Wie Wächter standen sie und schwiegen,
unnahbar in sich selbst gekehrt,
und doch gewärtig zu besiegen,
was sündig, mit dem Flammenschwert.

Das sollte sie zusammenschweißen.
Doch hielten sie sich auf Distanz.
Wie eisig ihr kristall’nes Gleißen,
wie einsam ihr erhabner Glanz!

Heroisch schienen sie zu harren,
die Unbefugten abzuwehrn,
die lüstern mit der Seele scharren
und Einlass heuchlerisch begehrn.

Obwohl sie selbst, die treuen Wesen,
Garanten fürs verschlossne Tor,
von Gott persönlich auserlesen,
auf alle Ewigkeit davor!

Dann sah ich, wie die Leute eilten
um mich herum so ohne Wort,
dass ich mich fragte, ob sie teilten
das Schicksal jener Sterne dort.

So nahe ist man sich hienieden,
so gleich in Neigung und in Pflicht,
und wird von Mauern doch geschieden
des Schweigens, die man nicht durchbricht.

Am Himmel die und wir auf Erden:
so sprachlos wie das liebe Vieh.
Geboren, um nie warm zu werden –
Geschöpfe einer Galaxie!

Nächtliche Szene

Nächtliche SzeneWas ist denn mit der Wand geschehen,
die schmort doch sonst in Finsternis?
Nie hab ich sie so hell gesehen
und nie mit so ‘nem Schattenriss!

‘ne ganze Sintflut von Photonen
hat die Fassade da ertränkt,
dass man sich Birnen zu Millionen
unweigerlich als Quelle denkt.

Doch statt ‘ner Mammut-Lichterkette
kommt nur ein Scheinwerfer in Sicht,
von dessen Schirm die Silhouette
so dunkel aus dem Gleißen sticht.

Was soll die Überdosis Strahlen,
mit denen man den Bau berappt?
Will man mit Werbung ihn bemalen,
bevor ein Sprayer ihn sich schnappt?

Das ginge doch auch tags, Reklame,
und nicht erst jetzt am Abend spät.
Ach, nun begreif ich’s: Nachtaufnahme,
ein Team, das da ein Filmchen dreht!

Es hockt in ‘ner verschwiegnen Ecke
gleich neben dem Garagentor,
die man gewiss für seine Zwecke
nicht ohne Hintersinn erkor.

Will man den Dreh vielleicht vertuschen?
Nichts als ein Partyzelt da steht,
durch das bisweiln Gestalten huschen,
als würden sie vom Wind verweht.

Und innen drin, da herrscht ein Schummer
wie in ‘nem Gruselkabinett,
dass ich zu meinem größten Kummer
‘nen Stuhl nur sehe und ‘n Bett.

Wie unheilvoll rankt sich die Stille
um dieses tote Mobiliar!
Man ahnt sofort, der letzte Wille
liegt schon auf Abruf beim Notar.

Gespenstisch wirkt auf mich die Szene,
in Nacht und Mauerwerk geduckt,
dass beinah ich zurück mich lehne,
wie einer, der ‘nen Krimi guckt.

Muss ich mich auf den Streifen spitzen,
wenn in die Kinos er gesandt?
Es reicht doch, vor der Welt zu sitzen –
‘ne Horrorschau aus erster Hand!

 

Stille, urban

Stille, urbanNoch immer sprüht der feine Regen,
der tags das Pflaster schon getauft.
Die Stadt empfängt den Abendsegen,
legt hoch die Füße und verschnauft.

Aus ungeliebten Läden stahlen
davon sich, die da dienstbereit.
Die Ware träumt in den Regalen
vom Ende ihrer Haltbarkeit.

Die Ämter haben längst geschlossen.
Der Bänker zählt sein Geld zu Haus.
Die Strähnen, die ins Kraut geschossen,
dünnt Figaro erst morgen aus.

Selbst der Pedell hat ausgeklingelt
mit seinem Riesen-Schlüsselbund
und sich zum Schnarchen hingeringelt
gleich neben seinen Schäferhund.

Wer noch nicht alles hingeschmissen,
dass er das Nachthemd überstreif,
guckt Krimis auf dem Sofakissen,
so lange bis der Hintern steif.

Nur selten eine solche Stille
wie heute auf den Dächern lag!
Ich glaub, das Zirpen einer Grille,
es dröhnte jetzt wie Donnerschlag.

Mal abgesehen von Lokalen
hat jetzt nur eins noch Konjunktur:
das Auto, das mit Schallsignalen
den Vordermann jagt aus der Spur

Um Kranke ins Spital zu retten;
zum Ort der Missetat zu eiln;
Verbrecher doppelt anzuketten
und Lebensmüde abzuseiln.

(‘ne ganze Menge guter Zwecke,
das geb ich selber zu, gewiss,
doch kommt das ständig um die Ecke
so plötzlich wie ein Wadenbiss

Und klingt nicht mehr wie die Sirenen,
die von Odysseus man noch kennt,
dass alles andre als ein Sehnen
im Busen seufzend mir entbrennt!

Es gilt indes, Tribut zu zollen
der Gegend, wo man residiert.
In mancher hilft nun mal kein Schmollen,
weil einfach schrecklich viel passiert.)

Nun wollte ich von Stille schreiben
und hab euch was vom Lärm erzählt!
So weit vom Thema abzutreiben,
das heißt doch wohl, man hat’s verfehlt.

Soll ich den Faden wieder knüpfen,
versuch ich’s noch einmal von vorn?
Ach, lieber in die Koje hüpfen:
Schon wieder Blaulicht, Martinshorn!

Kein gutes Pflaster für Poeten,
dem feinre Viertel förderlich –
doch Lyrik, leider, und Moneten,
das ist ein Widerspruch in sich.

So dicht’ ich gegen Widrigkeiten
wie diese „Stille“ im Quartier
und, mag mich auch der Teufel reiten,
ich nenn sie einfach höllisch hier!

Da könnte mich ein Reemtsma retten,
Lokalmäzen für dies und das :
Ich würd nach Blankenese jetten,
direktemang auf den Parnass.

Nachbarn gegenüber

Nachbarn gegenüberDa drüben dieser Fensterreihe
im – eins, zwei, drei – im vierten Stock
ich Nacht für Nacht mein Auge leihe,
dem einz’gen Licht im Häuserblock.

Es glost so gelb durch die Gardinen,
als ob aus Pergament sie wärn,
von Kerzen tausendfach beschienen,
die regungslos ihr Wachs verzehrn.

Und haucht noch einen bleichen Schimmer
aufs Mauerwerk, das es umschmiegt,
da ferne der erhellten Zimmer
im Finstern die Fassade liegt.

Im Niemandslande zwischen Sternen
(so einsam scheint mir dieses Licht)
und grell erglüh’nden Stadtlaternen
es trübe aus dem Dunkel sticht.

Im Gegensatz indes zu diesen,
mit denen es sich nicht verträgt,
sich hinter Rollos und Markisen
doch immer auch das Leben regt.

In einem dieser Fensterrahmen
gewahr ich manchmal, vorgebeugt,
ein Schattenwesen ohne Namen,
das träge in den Abend äugt.

Am Umriss kann ich wohl ersehen,
es handelt sich um eine Frau,
die überfliegt vorm Schlafengehen
das Viertel in der Vogelschau.

Vielleicht ist’s einer Haremsdame
total verlarvtes Konterfei,
verlassend kurz die polygame,
verschlossne Festung des Serail

Dass einmal tüchtig Luft sie schnappe,
die frei ihr um die Nase weht,
und willenlos nicht als Attrappe
dem Pascha zur Verfügung steht.

So lass die Fantasie ich schweifen,
auch wenn sie tausend Böcke schießt.
Könn’n Silben zu Gedichten reifen,
die man mit Fakten nur begießt?

Was wissen wir schon von den andern,
den Menschen, die uns vis-à-vis?
Bisweilen lässt man Blicke wandern.
Man sieht sich. Aber sieht sich nie.

 

Auf leisen Sohlen

Auf leisen SohlenGrad hab ich ihn doch noch gesehen
da oben ganz verhuscht und klein,
ein Nachtgespenst auf leisen Zehen
in seinem eignen Mondenschein.

Nun hat er sich davongeschlichen –
ich war inzwischen abgelenkt
von meinen lyr’schen Pinselstrichen,
hab keinen Blick ihm mehr geschenkt.

Und was er hinterließ, ist Leere,
in die er keine Spur geprägt!
Die Finsternis in ganzer Schwere
hat auf die Dächer sich gelegt.

Da sieht man keine Sterne glühen
wie Feuerqualln in salz’ger Flut,
wie Lilien, die im Meere blühen
von Gras mit chlorophyllnem Blut.

Schaute man näher, feine Schlieren
Gewölks man nur gewahren würd,
wie einen Kaffee sie auch zieren,
wenn schlechte Milch man drin verrührt.

Und hier die Stadt in einer Stille,
als ob man sie erdrosselt hätt,
als läge ohne Wunsch und Wille
sie auf des Asphalts Totenbett.

Der Ton, der jähe, ‘ner Sirene
auf Rädern wie Erlösung klingt –
was ich besonders hier erwähne,
weil er mich sonst zum Heulen bringt.

Ein bisschen Leben auf den Gassen
empfiehlt sich auch zur Abendzeit.
Man fühlt sich weniger verlassen,
auch wenn man ihm sein Ohr nur leiht.

Da blitzt’s auf einmal in der Weite
des Himmels wie ein Streichholz auf,
ein Flämmchen zieht sich in die Breite,
und, husch!, erlischt’s in seinem Lauf!

Als Wink nehm ich dies gute Omen
und komm herunter vom Parnass.
Drum tschüs, ihr Verben und ihr Nomen –
ich geh ins Bett und wünsch mir was!

 

Weitgehend friedlich

Weitgehend friedlichMan könnt ‘ne Feder fallen hören,
so dünn hat sich der Lärm gemacht.
Zwei, die (un)heimlich sich verschwören:
der Feierabend und die Nacht.

Verzeiht, ich muss mich wiederholen:
Natürlich ist das Bild nicht neu,
doch stiehlt sich’s stets auf leisen Sohlen
zum Vers wie Liebende ins Heu.

Vielleicht weil ich im Centrum hause,
wo sich der Krach bei Tage ballt
und fortepiano ohne Pause
tinnitisch in den Ohren hallt

Dass ich es förmlich kann erlauschen,
wenn es mit einem Male fehlt,
dies hintergründig städt’sche Rauschen,
das nichts vom Kosmos uns erzählt

Und Stille gleichsam als Kompresse
auf der lädierten Seele liegt,
die nach der Flut urbaner Bässe
sich nun in Engelschören wiegt.

O dieser Frieden, der jetzt waltet,
schon immer Flügel mir verlieh,
da ungehindert sich entfaltet
die lärmgelöste Fantasie!

Wann immer ich euch Zeilen biete
von ausgesuchtem Reim und Klang,
war Stille schon die halbe Miete
für einen leidlichen Gesang.

Nie wäre ich, um Reime ringend,
gekommen je bis Strophe acht,
hätt Thor, den Donnerhammer schwingend,
ein Ständchen mir dazu gebracht.

Kurzum … da keucht doch ‘ne Sirene
in diesem Augenblick heran,
die ganze Säcke voll Migräne
dir in die Schläfen kippen kann!

Muss die sensible Dichterseele
nicht plötzlich sich betrogen sehn,
ich, der ich fest auf Ruhe zähle?
Jetzt bin ich mucksch. Bei Strophe zehn.

Im gewohnten Trott

Im gewohnten TrottIm neuen Jahr am vierten Tage.
Zum vierten Male Abend auch.
Und wieder ich am Griffel nage
und würg mir Verse aus dem Bauch.

Und immer noch die gleiche Szene
mit Waschmaschine, Kühlschrank, Herd.
Der Wasserhahn als Hippokrene,
der Küchenstuhl als Musenpferd.

So schwer gerüstet mit Geräten,
die ohne Charme und Poesie,
bin auf dem Ritt ich, auf dem späten,
ins Wunderland der Fantasie.

(Wenn in dem nüchternen Ambiente
ich leidlich meine Kunst schon nähr,
wozu im Luxusappart’mente
die Denkerstirn wohl fähig wär!)

Indes, was soll ich mich beklagen?
Seh ich nicht stets zum Fenster raus
und seh mit bleibendem Behagen
mir vis-à-vis das Nachbarhaus

Mit seiner nächtlichen Fassade,
die wie mit Würfeln Lichts gespickt,
wo ein verwandter Stadtnomade
noch fernsieht oder Socken flickt?

Und seh ich nicht den dunklen Bogen,
in dem der Himmel sich erstreckt,
mal schimmernd grau von Wolkenwogen,
mal glänzend von Gestirn bedeckt?

Und wenn ich grad im tiefsten Sinnen
am wenigsten darauf gefasst,
den Mond nicht plötzlich übern Zinnen,
wie hoch er gleitet ohne Hast?

Die Enge meiner dürft’gen Klause,
macht sie die Aussicht denn nicht wett?
Muss, wenn ich körperlich so hause,
mein Geist auch ins Prokrustes-Bett?

Er weiß die Perlen schon zu finden,
mit denen man die Lyra schmückt,
und kennt die Kunst, den Kranz zu binden,
der Lorbeern auf die Schläfen drückt!

Und will auch gar nicht müde werden,
er hat ja mächtig Spaß dabei
und fühlt sich unter Küchenherden
wie auf dem Helikon so frei.

Wie dass ich diesem Jahr versage,
was mir von jeher wichtig doch?
Freu mich auf jeden seiner Tage –
361 noch!

Dezemberabend

DezemberabendDezemberabend. Ringsum Schweigen.
Vom Dunkel jeder Laut erstickt.
Die Stadt, erschöpft vom Zähnezeigen,
ist endlich wieder eingenickt.

Kein Reifen reißt sie aus dem Schlummer,
kein Streithahn kräht sie zeternd wach.
Der Wind selbst, tags ‘ne große Nummer,
er atmet kläglich jetzt und flach.

Kein Stern schwimmt in den Wolkenwogen
als traulich-trüber Feuerschein,
die auch das Mondlicht aufgesogen
wie Mark aus bleichendem Gebein.

Kein Vogel flattert seine Runde,
kein Köter, der noch blafft und bellt.
Die Stille red’t der Nacht zum Munde.
Das Schweige-Barometer fällt.

Man spürt in diesem Winterfrieden
schon jenes Festes Gegenwart,
wenn sich die halbe Welt hienieden
um ein geschmücktes Bäumchen schart.

Nur noch die Federn müssten fliegen,
die schüttelnd uns Frau Holle schickt
und die in heil’gem Weiß dann liegen,
so weit geblendet ‘s Auge blickt.

Denn diese sind’s, die uns beschwören
der schönen Ruh Vollkommenheit:
den stummen Sang von Engelschören,
kristallnen Tons herabgeschneit.

Man muss sich überraschen lassen.
Man kriegt nicht alles, was man will.
Sind sie auch grau, die Straßen, Gassen,
sind sie doch wunderbar auch still.

Trautes Heim

Trautes HeimWie für die finsteren Fassaden
als Außenlicht zur Nacht bestimmt,
aus himmelweiten Nebelschwaden
ein müder Mond herüberglimmt.

Doch zöge jetzt auf wilder Heide
noch heimatlos ein Wandersmann,
wär bald ihm dieses Licht zu Leide,
das niemals er erreichen kann.

Zum Glück hock ich in meiner Kammer,
wo heiß ein Kerzchen sich verzehrt,
in die ich schon, o Freud und Jammer,
vor dreißig Jahren eingekehrt!

Mir gegenüber diese Mauern
hab düster ich und hell erlebt,
doch ständig auf der Stelle kauern,
korallenhaft da festgeklebt.

Und Weine führe ich zur Kehle
seit je von erd’ger Trockenheit,
die mir der Spindel treue Seele
vom Korken-Zerberus befreit.

Die Heizung summt genauso lange
beharrlich schon ihr Wiegenlied
da über dieser Kupferschlange,
die schimmernd ihr zu Füßen kniet.

Und alle Möbel, Apparate,
die hilfreich um mich her gestellt,
sie stehn seit jenem Tag mir Pate,
da einzog ich in diese Welt.

Ein Ort, an dem man angekommen.
Zu dem kein Licht mehr führen muss.
Nichts liegt im Dunkeln, schwarz, verschwommen.
Zuhause bis zum Überdruss.

Ja, und ich wage gar zu denken,
dass übers hohe Firmament
allabendlich die Sterne schwenken
ihr Feuer, wie man’s ewig kennt.

Wie Kühe friedlich auf der Weide,
von Fliegenwölkchen nur umschwirrt.
O wie den Wandrer ich beneide,
des Herz jetzt pochend heimwärts irrt!