Einkaufsroutine

Man geht ja, Proviant zu holen,
zum Supermarkt als reichstem Quell,
der sich mit Sortiment empfohlen
und Kassen, die besonders schnell.

Man schiebt die Karre durch die Gänge,
die man schon kennt zum Überdruss,
und achtet kaum noch auf die Enge,
durch die man sich da quetschen muss.

Rechtslinks nur rasch mal um sich fassen,
schon hat man frisch, was bald gegart,
das Hackfleisch und die Nudelmassen
und manches mehr in dieser Art.

Dann gönnt auch erste Glückshormone
sich spätestens der Brägen jetzt,
eh in die erogene Zone
des Weins er noch den Fuß gesetzt.

Da steigert sich noch das Vergnügen,
das schon der Warenkorb gewährt,
weil abends man in vollen Zügen
den Tropfen in die Scheuer fährt.

Jetzt bitte keine Warteschlange
und schnell nach Hause mit dem Kauf;
man hält sich immer viel zu lange
mit so banalen Dingen auf!

Sonst weiter nichts im Kopf geblieben?
Außer Fressalien kein Gewinn?
Was nie auf einen Bon geschrieben:
Das Lächeln der Kassiererin!

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