Ist es nun endlich ausgestanden?
Allmählich setzt sich Wärme fest.
Die größren Flächen schon verschwanden,
jetzt schmilzt auch noch der schnöde Rest.
Doch Vorsicht walte noch, bewusste,
vor allem wo’s in Matsch zerfließt,
denn unter dieser morschen Kruste
sich tückisch oft noch Eis ergießt.
(Erst heute, als ich ausgegangen,
sah jemand ich den Halt verliern –
er konnte grade sich noch fangen,
anstatt nach unten abzuschmiern.)
Gewiss die typischen Schikanen,
die auf dem Rückzug wer verübt,
dass er des Siegers strahlnde Fahnen
noch im Triumph nach Kräften trübt.
Was soll’s. Ein flücht’ger Blick zum Himmel
verrät den Willen der Natur:
Wo ewig grau’n Gewölks Gewimmel –
ein einz’ges Meer jetzt von Azur!
Mit offnen Armen harrt die Erde,
die diesen langen Winter leid,
des Hirten mit der Blumenherde,
dass froh sie ihr am Busen weid!
Der wird nicht auf sich warten lassen,
er ist ja ohnehin spät dran:
Die Schäfchen aller Blütenklassen,
im Eilmarsch führt er sie heran.
Mal eben kurz die Augen schließen:
Vernehmt ihr das Getrappel nicht?
Die Stängel sind es, die da sprießen
und galoppiern zum Sonnenlicht!
Sobald der Rüpel aus dem Lande,
geht es auch wieder feiner her –
der Frühling als ein Herr von Stande
trägt sogar Sträußchen am Revers!