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Von Heim zu Heim

Soeben noch das Meer im Rücken
und westlich Berge fern erspäht –
jetzt Ziegel, die den Ausblick schmücken,
der bis zur nächsten Ecke geht.

Ich kenn ihn. Ist sich treu geblieben,
seitdem ich abgereist von hier
und mich im Flieger eingeschrieben
als blind vertrau’nder Passagier.

Um südlicher zu überwintern
wie Vögel, die von dannen ziehn,
um sich nicht abzufriern den Hintern
im Billignest ohne Kamin.

Ich kenn ihn. Hat sie überstanden,
die Wind-und-Wetterjahreszeit
und zeigt mir stolz als noch vorhanden
sein dunkleres Fassadenkleid.

Da auf dem First (Hotelgebäude!)
die Flaggen, ausgefranst und matt,
sie flattern mir Willkommensfreude
für Deutschland und die Hansestadt.

Doch auch die ewig gurrend grauen
Genossen finden sich noch ein,
auf dem Balkon sich umzuschauen
nach Örtchen für ihr Taubenklein.

Wie immer brandet von der Straße
der Lärm von Mensch und von Motor
im Metropolen-Übermaße
auch noch dem 3. Stock ins Ohr.

Mit ständig wiederkehrnden Spitzen,
die noch erhöhn das Potenzial,
da viele Richtung Ampel flitzen
mit voller Pulle aufs Pedal.

So ist denn alles noch beim Alten.
Auf Eis lag gleichsam meine Welt.
Ich habe sie zurückerhalten
wie kurz im Keller abgestellt.

Muss ich mich da noch eingewöhnen,
‘ne Probezeit noch absolviern,
mich mit den Dingen auszusöhnen,
die mir jetzt fremd entgegenstiern?

Ich frag mich, ob ich weg gewesen.
Der Urlaub ist schon halb verblasst,
nur auf dem Ticket noch zu lesen,
dass ich die Reise nicht verpasst.

Verlorenes zurückgewinnen
heißt, dass es nie verloren ging.
Da wird wohl nicht viel Zeit verrinnen,
bis ich zum Rückflug auf mich schwing!

Spätes Störfeuer

Zu Haus. Die Arbeit überstanden.
Den Wagen sicher wo geparkt.
Im Abendrot die Wellen branden.
Die Lichter aus im Supermarkt.

Zwei, drei verschwommene Gestalten
noch draußen vor dem Strandlokal.
Die linden Lüfte jäh erkalten.
Der erste Stern blinkt auf einmal.

Die Avenida ist befriedet,
verhallt der Raser Kriegsgeschrei –
die rechte Zeit, dass jemand schmiedet
den Plan fürs ew’ge Autofrei.

Das soll indessen mir nicht gelten
für diese Glocken vis-à-vis –
wann immer sie metallisch bellten,
man Engelsflügel ihnen lieh.

Sie hängen träge in den Balken
und regungslos von früh bis spät,
um kurz nur manchmal durchzuwalken
die Christenohren zum Gebet.

Den Klöppel haben sie für heute
zum letzten Male schon gerührt
und mit dem Angelus-Geläute
der Kirche Schafe zugeführt.

Jetzt funkelt, Gott auch nachts zu preisen,
überm Portal grad angebracht,
ein Augenpaar aus Glas und Eisen,
das wie ein Cherub es bewacht.

Verkörpert da die reine Stille,
in wohlig-warmes Licht gehüllt,
das seine Höhle und Pupille
mit flüss’gem Bernsteinglanz erfüllt.

Und bis der erste Gockel krähte,
wär dieser Frieden wohl perfekt –
hätt seine Liebe nicht, die späte,
fürs Hämmern jemand noch entdeckt!

Unter Nachbarn

Um euch nicht ewig nur zu quälen
mit meinem eignen Wohl und Weh,
will ich vom Nachbarn euch erzählen,
den hiermit ich um Nachsicht fleh.

Ich nenn ihn ja auch nicht beim Namen,
dass sein Inkognito ich wahr
und in der Verse goldnem Rahmen
ihm einen Kratzer so erspar.

Erst unlängst also ließ der Gute
bei einem Plausch im Treppenhaus
mit unverhohln erhitztem Blute
sich über „Asylanten“ aus.

Bejammerte, dass sie in Massen
das Viertel gleichsam überspüln
und dabei Dreck nur hinterlassen,
den, selber dreckig, sie nicht fühln.

Und dass sie mit perversen Lüsten
die Fraun und Mädchen stets bedrohn,
von Achtung nichts und Anstand wüssten,
der ganzen Weiblichkeit zum Hohn.

Und dass, die Bombe in der Tasche,
sie ständig nach ‘ner Chance spähn,
dass irgendwann in Schutt und Asche
sie ihre Zuflucht sinken sehn.

Der ganze Abscheu seiner Seele,
verborgen in ‘ner Skinner-Box,
entlud sich plötzlich aus der Kehle,
sei’s Fluch, sei’s Schmähung, mit „Gesocks!“

Ein Bürger, völlig unbescholten
und jeglicher Verfehlung frei
und, was wir nicht vergessen sollten,
im Staatsdienst: Fremdenpolizei!

Rundblick

Rundblick, Gustave CaillebotteBesinnlich lass den Blick ich schweifen
durchs Bild, das mir mein Fenster rahmt:
Fassaden, die zu Funzeln greifen,
dieweil der Tag ins Dunkel lahmt.

Intimes Rot kann ich erkennen
und –flimmernd, flackernd – Bildschirmblau,
auch Birnen, die so käsig brennen
bei Folter nur und Leichenschau.

Davor erstreckt die lange Kette
der Autos sich, die abgestellt:
Erstarrtes Blech – die Schädelstätte,
das Golgatha der Fließbandwelt!

Den Himmel muss ich länger suchen,
da ihn kein Stern mir heut verrät,
nur feine Schleier ihn betuchen,
die keusch er vors Visier sich lädt.

Was ich nicht sehe, ist der Regen,
den Petrus aus den Wolken wringt
und der verrät‘risch mir entgegen
von nassen Reifen aufwärts klingt,

Die da mit gierigen Profilen
koppheister wirbeln am Asphalt
nach ihren zig urbanen Zielen –
die doch nur eines: Heim und Halt.

Schlafenszeit

Schlafenszeit, Berthe MorisotZur Ruhe beinah schon gekommen,
auch diese nimmermüde Stadt.
Ihr Tag in Blut dahingeschwommen,
jetzt glimmt der Mond mit vierzig Watt.

Laternen bleibt es überlassen,
die Straßen dürftig zu erhelln,
da in den düstren Seitengassen
verräterisch die Schatten schwelln.

Der Lappen an der Fahnenstange
bewegt sich träg im Abendwind.
Licht klettert an der Häuserwange
quadratisch, wo die Treppen sind.

Gelegentlich noch Räder rollen,
und Reifen rütteln am Asphalt –
und wie sie aus der Stille quollen,
versiegen sie darin auch bald.

Da lässt sich noch ein Vogel hören,
als ob er um sein Leben schrie –
vielleicht sein Hausrecht zu beschwören,
das ihm sein Lieblingsbaum verlieh.

Derweil grast auf den Himmelsauen
schon hier und da ein großes Licht –
wie goldner Hahnenfuß zu schauen,
der aus dem Sumpf des Grabens sticht.

Selbst Kranken- oder Peterwagen
erlagen dieser Müdigkeit.
Kein Blaulicht, um Alarm zu schlagen,
kein Horn, das „Aus dem Wege!“ schreit.

Gleich lümmeln sich in ihrem Leinen
Direktor und Verkäuferin,
in gleicher Stellung von den Beinen
über den Hintern bis zum Kinn.

Ach, diese sachten Übergänge,
wenn man im Dämmer klarer sieht
und aus der Sonne greller Enge
ins Dunkel der Gedanken flieht!

Da hätt ich gern noch fortgeschrieben,
in Worte Bilder euch gebannt –
doch irgendwie, verzeiht, ihr Lieben,
braucht Ruhe jetzt auch meine Hand.

Am Tempolimit

am-tempolimit-tamara-de-lempickaMit Riesenschritten eilten wir,
die Länder zu durchmessen
und haben Kilometer hier
und da en masse gefressen.

Von gelbem Glibber war das Glas
der Scheibe überflossen,
von breiigem Insektenaas
als treuem Fahrtgenossen.

Die Straße flog uns jauchzend zu,
nur um vorbeizurasen –
verbissen blieb der Fahrerschuh
in seinen Gasextasen.

Wir folgten stur der schwarzen Naht,
die in die Flur gezogen,
doch Felder trennend, Frucht und Saat
und goldne Weizenwogen.

Nicht mal der rüde Radarblitz,
verdonnernd uns zu blechen,
vergällte unsern Aberwitz,
Boliden auszustechen.

– Hast du die Burg da grad gesehn?
Da oben die Ruine?
– Ich glaub, das war schon Nummer zehn,
die werden zur Routine.

Toledo so und so Madrid –
Paläste, Kathedralen.
Pamplona nimmt und Tours man mit,
die gleichfalls sich empfahlen.

Rouen verging uns wie im Flug
und Lille, Luik und Leiden –
das Motto, das uns heimwärts trug,
war „Kurz mal schaun und scheiden“.

Hat Regen unsern Lauf gehemmt,
die Finsternis der Nächte?
Als ob wer Kilometer schlemmt
an Sättigung je dächte!

Europa, ach, dies Wonneweib,
Phöniziens Strand entrissen,
ich streifte flüchtig seinen Leib
optischer Leckerbissen.

Doch was ich hastig nur erhascht,
vom Zufall aufgefangen,
hat mich so freudig überrascht,
um mehr noch zu verlangen.

Die Schöne hast die Lust geschürt,
sie stiller anzubeten –
der Schwager, der den Knüppel rührt,
soll künftig kürzer treten!

Schönes Gleichmaß

schoenes-gleichmass-hendrick-terbrugghenNa, hab ich euch zu viel versprochen?
Ich melde hiermit mich zurück.
Die Schaffenskraft ist ungebrochen.
Und auch die Hörerschaft zum Glück.

Wo war ich also stehn geblieben?
Ich glaub, es ging um Städtebau.
Man müsste mal Kulissen schieben,
ja, für ‘ne andre Bühnenschau.

Mal ernsthaft: Nichts hat sich verändert.
Der Tag. Die Häuser vis-à-vis.
Der Horizont, mit Rot gerändert,
kommt ihm die Sonne vor die Knie.

Schon hat sich ins bestirnte Laken
der Himmel wohlig eingemummt.
Der Mond zieht leise seinen Haken,
der Große Bär behaglich brummt.

Welche Stille, welche Süße
hüllt die schöne Stadt –
wohl dem, Nietzsche, der jetzt Füße
hochzulegen hat!

Breit sich vor die Glotze lümmeln:
Feierabendlust!
Und an Käsestangen mümmeln
gegen Alltagsfrust.

Von dem bestens zu befreien
scheint des Bilds Gewalt,
wenn‘s von tausend Todesschreien
schaurig widerhallt.

Dann erblühn die siechen Seelen
rasch zu stillem Glück.
Lassen andere wir quälen,
geht ihr Schmerz zurück.

Lassen Augen Wunden lecken,
Zungen ein Gebräu,
und dem Wahn, es würde schmecken,
zum Erbrechen treu.

„Gehst du in die Küche, Hase?
Bring ’ne Buddel mit.“
“Ja, du kleine Säufernase.
Sei nur morgen fit!“

Idylle herrscht zu dieser Stunde.
Die Straße atmet autofrei.
Fehlt nur der Wächter auf der Runde,
Laterne, Stock und Hut dabei.

Gemütlichkeit in eignen Wänden
ist das, worauf jetzt jeder schielt,
nur dass Klavier man zu vier Händen
inzwischen etwas wen’ger spielt.

(Obwohl, man kann es ja nicht wissen,
was in den Köpfen so passiert
und mancher Vater nicht beflissen
sein Wolferl zum Genie dressiert.)

Auch mich befällt so ein Behagen,
entfernt von Pflicht und Amtsgestühl,
dass ich wie bei den Lotophagen
Odysseus mich geborgen fühl.

Und drüben hinter finstren Mauern,
wie Klosterstein so dick und schwer,
mir unbekannte Bürger kauern
in gleicher Stimmung ungefähr.

Wir sollten sie jetzt nicht mehr stören
mit unsrer Asphalt-Nörgelei –
die Stadt samt Planungsingenieuren
geht ihnen so am Arsch vorbei.

Die Straße

die-strasseDie Straße sieht wie immer aus,
ganz einfach zu beschreiben.
Es reihn sich endlos Haus an Haus,
Fassaden, Fensterscheiben.

Hier glimmt ein gelblich-trübes Licht
gleich altem Pergamente,
da hell es in die Augen sticht,
als ob die Hütte brennte.

Darunter leuchtet oftmals bunt
‘ne Bar für späte Gäste
und lockt in ihren Schummerschlund
zum Sprit- und Hopfenfeste.

Querab dann ein Laternenpfahl,
ein Peitschenmast genauer,
der krümmt sich unter steter Qual –
heißt Kälte, Wind und Schauer.

Sprach ich euch von den Dächern schon?
Was ist da groß zu sagen?
Ein breiter Streifen, Ton in Ton
wie’n schweißgeschwärzter Kragen.

Darüber winken wie zum Gruß
im selben Wind zwei Fahnen
und lassen unterm runden Fuß
ein Grand Hotel erahnen.

Und Wagen, dicht an dicht geparkt
an eng gebauten Wegen,
als ob nach ‘nem Verkehrsinfarkt
sie still im Koma lägen.

Dies Bild hat sich mir präsentiert
durch alle meine Tage,
mal grau, mal kräftig koloriert,
je nach der Wetterlage.

Mal hält ihm Regen schimmernd vor
ein Tuch von Perlenschnüren,
mal Schnee den weißen Flockenflor
mit zackigen Bordüren.

Dann wieder schaut es grimmig her,
wenn dicke Wolken jagen
und Tropfen zu Milliarden schwer
an Mauern sich zerschlagen.

Auch strahlt es voller Heiterkeit,
von Sonnenlicht durchflutet,
wenn über ihm der Himmel weit
sich venenblau verblutet.

Und morgens, wenn der Tag erwacht
von Eos‘ ros’gen Küssen,
hat er auch Frische ihm gebracht
von tauigen Genüssen.

Wenn minder dann die Sonne glüht
zur vorgerückten Stunde,
o welche Stille dann erblüht
aus solchem stein’gen Grunde!

Und abends, wenn davon sie rauscht
mit ihrer Purpurschleppe,
man gern noch mit dem Nachbarn plauscht
im Dämmer auf der Treppe.

Nun, da ich dieses für euch schrieb,
fühlt ich die Zeit nicht fließen
und ist mir jetzt auf einmal lieb,
die Sitzung zu beschließen.

Weg denn mit Kuli und Papier!
Ihr werdet nichts versäumen.
Kommt morgen auch zur Straße hier
und lasst uns weiterträumen!

Kein Ersatz

kein-ersatzWenn ich bewusst nach draußen blicke
durchs Fenster nach der Straße hin,
dann seh ich, dass weiß Gott nicht dicke
mit Landschaft ich gesegnet bin.

Grad drei, vier Bäumchen stehn am Wege,
so mau und mickrig von Gestalt,
dass ich sie kaum zu sehen pflege
in diesem Dschungel von Asphalt.

Die Platten auf den Bürgersteigen
sind derart lückenlos verfugt,
dass Gräser hier nicht Flagge zeigen,
kein Hälmchen aus den Ritzen lugt.

Die Häuserwände: nackte Steine.
Kein Efeu deckt die Blöße zu.
Auch keine Ranke, Rebe. Keine.
Nicht Enzian noch Frauenschuh.

Wo eine Wiese könnte sprießen,
erstreckt Beton sich Grau in Grau.
Statt Wasser die Verkehre fließen –
bisweilen – wehrlos! – auch mit Stau.

Auch Berge hab ich nicht vor Augen,
nicht nah und auch nicht weiter weg,
sofern als solche mir nicht taugen
im Hinterhof die Haufen Dreck.

Genug! Es wird vergeblich schweifen
der Blick nach Zeichen der Natur.
Statt Hasenkeule: Autoreifen.
Und Öl anstatt der Läufe Spur.

Ach, wär da übern Dächern nicht
des Kosmos ungeheure Weite –
der Mond mit seinem trauten Licht,
die Sterne ihm entfernt zur Seite!

Wer weiß, ob nicht da oben gar
viel schöner alles anzuschauen,
wo jung und zeitlos immerdar
das Dasein weilt auf Himmelsauen.

So muss ich, suchend, was mir fehlt,
das Herz in luft’ge Höhen lenken,
wo der Trabant sich grade schält
als Goldmarie aus Wolkenbänken.

Wie eine Braut im Hochzeitsstaat,
so strahlt er unterm feinen Schleier,
indem er sich den Sternen naht,
den Gästen seiner Liebesfeier.

Den Mangel müsst von Wies und Wald
bei dieser Pracht ich nicht beweinen –
wär nur sein Leuchten nicht so kalt
wie hier die Stadt mit ihren Steinen!

Urbane Reize

urbane-reize-van-goghHier ward der Mond zum Gegenstand,
der keinen Reiz mehr hat.
Von Schönheit voll bis an den Rand
ist selber ja die Stadt.

Wie farbig ist der Straßenraum
mit Bildern ausgeschmückt,
dass jedes Haus und jeder Baum
von Werbung fast erdrückt!

Die Bauten selbst, Paläste schier
aus Stahl und aus Zement,
begeistern sogar den Polier,
der schon Manhattan kennt.

Und dieser Plätze Mobiliar!
Geklump aus Schrott und Stein!
Doch eingestuft als „wunderbar“
vom hies’gen Kunstverein.

Auch in den Buden ist was los,
da geht die Luzie ab!
Da lacht sich selbst ein Trauerkloß
die Tränensäcke schlapp.

Hier Jahrmarkt, nur hereinspaziert!
Da Kino-Flimmerwelt:
Ein jeder findet und goutiert,
was immer ihm gefällt.

Und überall dies Tütata
von cremig gelbem Licht,
das dröhnend auf der Retina
von groben Lüsten spricht!

Dies zieht die Blicke magisch an,
erfüllt die Seele ganz,
dass keiner sich entziehen kann
dem städt’schen Totentanz.

Man jagt nach Flitter und nach Tand,
nach seichter Gegenwart,
und wähnt sich dabei weltgewandt
nach bester Spießerart.

„Für uns zwei Bierchen, bitte sehr!
Und Premium-Qualität!“
So gibt selbst ein Gesöff Gewähr,
dass man im Leben steht.

Vor so viel blindem Unverstand,
da wird mir richtig flau:
Man steckt die Rübe in den Sand
und hält sich noch für schlau.

Indes am Himmel immerdar
nimmt’s Drama seinen Lauf –
es tritt die ganze Sternenschar
persönlich darin auf.

Da über unserm Kopf direkt:
Der permanente Clou,
gewaltig, ewig und perfekt –
und kostenlos dazu!

In Nichtigkeiten sich verrennt,
wer unter Neon wohnt.
Es schaut auf ihn vom Firmament
und wundert sich: der Mond.