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Unisono

UnisonoSeht nur die Bäume, wie sie beben!
Der Wind kennt weder Rast noch Ruh –
als wollt er aus dem Grund sie heben,
so schüttelt er sie immerzu.

Hoch auf dem First die beiden Fahnen
erwischt er auch mit voller Wucht
und schlägt die schwarzrotgoldnen Bahnen
vom Mast nordöstlich in die Flucht.

Ja, selbst der Mond muss sich da stemmen
gegen die finstre Wolkenflut,
doch lässt er seinen Lauf nicht hemmen
im kalten Schweiße seiner Glut.

Die Straßen glänzen noch vom Regen,
doch hier und da im feuchten Kleid,
des permanenten Föhnens wegen,
Oasen schon der Trockenheit.

Halb zwölf. Doch dieses Tages Wärme
umfängt auch wohlig noch die Nacht –
indes mir selber im Gedärme
der Spätburgunder Feuer macht.

Der Winter, eben angetreten,
legt noch nicht volle Pulle los;
statt seiner klirrenden Trompeten
spielt Piccolo zunächst er bloß.

Nun ja, das sind so Wetterflausen –
doch passen heut sie übel nicht:
Was gibt nachher das für ein Brausen,
wenn dahinein das Böllern bricht!

Wenn in des Sturmes Wolfsgeheule
das Quäken sich der Knaller mischt
und des Kanonenschlages Keule
mit dumpfer Wut dazwischendrischt!

Zumindest einmal, zu Silvester,
Mensch und Natur in edlem Streit,
in dem als Sieger gilt, als Bester,
wer seinen Gegner überschreit!

Wenn denn ein neues Jahr auf Erden
Gerassel an der Wiege braucht,
kann’s nächste ja nur prächtig werden –
so wild beballert und behaucht!

Klimawandel

KlimawandelZwei Tage Schnee und – Pustekuchen;
an Heiligabend alles weg!
Die Reste geh auf Grönland suchen –
hier dominiert mal wieder Dreck.

Statt Blitze sprühender Kristalle,
in die der Fuß sich knirschend frisst,
wirft Regentropfen, platschend pralle,
der Himmel in die Nacht des Christ.

Ach, all die Tannen, die wir riefen,
die Fichten aus dem Waldrevier,
da stehn sie auf dem Platz und triefen
wie’n eingeweichtes Zotteltier!

Und solln doch majestätisch ragen
so konisch kerzengrad empor,
um still und feierlich zu tragen
den fingerdicken Winterflor.

Da mögen in den Medien dudeln
noch so viel Harfen und Schalmei’n –
es ist, als äß zum Fest man Nudeln
statt Puten- oder Gänsebein.

Die rechte Stimmung will nicht steigen.
Der Weihnachtsmann ist schon geschlaucht,
weil seinem Schlitten es zu eigen,
dass Schnee als Makadam er braucht.

(Indessen könnt ich mir auch denken,
dass sich das ändert Land für Land.
Fuhr er nicht einst auch mit Geschenken
nach Bethlehem – und über Sand?)

Halt, noch ist alles nicht verloren,
da kommt mir grade ‘ne Idee:
Was man nicht hat vor seinen Toren,
das hat man auf dem Kanapee!

Für solche Fälle als Reserve
das Fernsehn schließlich man ersann:
Millionen Dinge in Konserve,
die man nicht frisch bekommen kann.

Ein Klick, und auf den zig Kanälen
entfaltet sich ‘ne Weihnachtswelt:
„Frohlockt“ aus tausend Kinderkehlen
vor Hängen, die mit Schnee bestellt.

Ja, für den weißen Festtagsfrieden
besitzen sie das Monopol,
die näher Gott als wir hienieden:
in Oberbayern und Tirol.

Doch ihre wunderbar gewisse
und schön erlebte Wirklichkeit –
in unsern Stuben bleibt’s Kulisse,
was warm da auf dem Bildschirm schneit.

Nun denn, soll es der Glühwein richten,
dass man den Unterschied nicht spür
und wir dies Zuckerwerk da sichten,
als wär es draußen vor der Tür!

Wenn feurig durch die Kehle rinnen
die würz’gen Schlucke eins, zwei, drei,
dann mag das Wetter noch so spinnen –
wir werden selig doch dabei.

Nachhall

NachhallDa drüben diese Wohnmaschine,
mein Gegenüber im Quartier,
verzieht auch heute keine Miene,
wenn ich sie angestrengt fixier.

Dieselben ausdruckslosen Augen,
dieselbe hartgesottne Stirn.
Kein Grund, mich daran festzusaugen
mit meinem hungrigen Gehirn.

Das Fest ist drüber weggegangen
und hinterließ nicht eine Spur.
Die Schatten auf den bleichen Wangen:
des Regens kalte Tränen nur.

Doch müssten nicht die Wände wanken,
nicht die Fassaden sich verzerrn,
bewegt vom einzigen Gedanken:
„Frohlocket der Geburt des Herrn!“?

Sie stehen, wie sie immer standen,
seitdem die Mauerleute fort –
wie Klippen, um die Wogen branden,
unwandelbar an ihrem Ort.

Wie viele Weihnachtsfeste haben
sie nicht so stumm schon angeschaut –
und keines hat sich eingegraben
mit Zeichen in die harte Haut!

Doch können Steinen wir vergeben:
Man schuf sie so, so starr und kalt –
ungleich uns Menschen, die wir leben
und zu Gefühlen fähig halt.

Und demzufolge auch zu denken
ans weltgeschichtliche Geschehn –
was an den Bergen von Geschenken
ja jedes Jahr sehr schön zu sehn.

Doch sind es wirklich auch Symbole
für Liebe, wie sie tiefer sitzt,
und nicht für Kasse oder Kohle,
die flüchtig nur die Herzen ritzt?

Ich fürchte fast, ob Mensch, ob Mauern,
da ist kein großer Unterschied:
Wie lang auf Bethlehem wir lauern,
und wie geschwind es wieder flieht!

Kaum sind die Tage abgefeiert
am Busen der Beschaulichkeit,
man wieder durch das Leben eiert
wie unser Kahn durch Raum und Zeit.

Man dreht die eingefahrnen Runden
mit nichts als diesem Weg als Ziel
doch wie gehetzt von tollen Hunden,
so eifrig, eilig und agil.

Und vorn, wo sich der Tunnel lichtet
und wo’s betörend blitzt und blinkt,
die Gier ihr Eldorado sichtet:
das Gold, das ihr aufs Konto sinkt.

Und dafür ließ ans Kreuz sich schlagen
ein Edler, der von Gott beseelt,
dass Gläub’ge eh’r ein voller Magen
denn’s sündige Gewissen quält?

Wie ihn wird es noch viele brauchen
voll Mitleid und voll Opfermut,
dass wir aus diesen Sümpfen tauchen
von Stumpfsinn, Nächstenhass und Blut.

Die Glocken leis und leiser schwingen.
Gestühl und Kanzel wieder leer.
Und Christen kreuzen ihre Klingen,
als ob nie was gewesen wär.

 

Kollegen

KollegenIhr kennt es ja: Indes ich schreibe,
steigt unversehns die Flut der Nacht.
‘s wird zehn, elf, zwölf – ich aber bleibe,
bis ich mein Musenstück vollbracht.

Inzwischen ist es still geworden.
Kaum Autos noch in leichtem Trott.
Der Bürger sitzt, genährt mit Morden,
entspannt vor seinem Bildschirmgott.

Der Himmel zeigt mir tausend Sterne,
die zwinkern mir vertraulich zu.
Ach, ich besuchte sie so gerne,
hielt nur so lange auch mein Schuh!

Es muss mir reichen, hinzufliegen
alleine mit Gedankenkraft –
doch viel ist da nicht rauszukriegen
so ohne Tricks der Wissenschaft.

Ich schau, um’s ehrlich zu bekennen,
vorm geist’gen Aug kein Paradies,
nur Flurn, die brodeln oder brennen,
dass sich’s da höchstens sterben ließ.

Und falls um diese Feuerbälle
Planeten zögen ihren Kreis,
dann wären sie auf alle Fälle
für uns zu eisig oder heiß.

Schon gut, dass in den ew’gen Räumen
kein Meilenstein wohin uns führt;
so können wir denn weiterträumen,
von Tränen goldnen Lichts gerührt.

Doch dort auf einer von Millionen
mal Millionen Galaxien
wird sicher auch ein Dichter wohnen,
der an mich denkt wie ich an ihn.

Ich sehe ihn zur Feder greifen,
sein Blatt beschreiben wie ich jetzt.
Und sein Gedanke würd mich streifen –
hätt Einstein nicht die Zeit versetzt!

Abendstille an Nikolaus

Abendstille an NikolausSo undurchdringlich ist die Stille,
als hätt die Ohren ich verstopft,
dass in des Lauschens Wunsch und Wille
der Puls nur seine Seufzer klopft.

Verlass mich also auf die Augen,
die Außenwelt zu kontaktiern,
doch wolln auch sie mir nicht mehr taugen,
so voll von Schleiern und von Schliern.

Vom Nebel? Doch woher dies Flirren
wie Hitze, wenn die Sonne brennt?
Nein, feinste Flöckchen sind’s, die schwirren
vom schneeverhangnen Firmament!

Ich schau und seh die Bürgersteige
schon weiß von ihrer frischen Last
und auch die Äste und die Zweige
mit Kandiskrusten eingefasst.

Die paar Karossen, die noch fahren,
bewegen sacht sich, mit Respekt,
darüber sichtlich sich im Klaren,
dass Eis an ihren Sohlen leckt.

Schon schnitten sie sich eine Schneise
durch diese kristalline Schicht,
zwei breite parallele Gleise,
die funkeln im Laternenlicht.

O dieses Tuch, das alle Maße
gewebten Leinens übersteigt,
es macht den Anblick solcher Straße
romant’schen Seelen selbst geneigt!

‘ne Handvoll Schnee, und schon verwandelt
in einen Festsaal sich die Welt,
die, von Asphalt und Stein verschandelt,
so die Natur zurückerhält.

Die Stille scheint noch zuzunehmen –
als hielte wer den Atem an,
weil da miteins noch Dinge kämen,
die der Verstand nicht fassen kann.

Wer weiß, wenn endlich dann inmitten
der Nacht der letzte Laut verklang,
fährt ungesehn mit seinem Schlitten
der heil’ge Nikolaus hier lang!

Wieder Abend

Wieder AbendWie immer ist es still geworden,
wenn sich der schwarze Vorhang senkt
und jener hohe Stern im Norden
des Träumers Blicke auf sich lenkt.

Indessen Nebelfäden spinnen
die Häuser immer dichter ein
und hüllen in das feinste Linnen
den gänsehäut’gen Mauerstein.

Wie kräftig muss der Mond da schwimmen,
dass er den Wolkendunst zerteilt,
um immer höher aufzuklimmen,
bis er den Augen fast enteilt!

Ich seh auch heute ihn wie immer
vom Tisch, wo ich den Musen dien
und der nur schwach erhellt vom Schimmer
des Flämmchens auf dem Stearin.

Die Flasche noch, das Blatt, die Feder –
damit wär’s Arsenal komplett,
mit dem ich kräftig zieh vom Leder
für das parnassische Nonett.

Mich zu ermuntern, summt die Therme,
schlägt spitz die Wanduhr mir den Takt,
verzehrt die Kerze sich vor Wärme,
dass mich die Schaffenshitze packt!

Und langsam, ohne mich zu hetzen,
erbau ich des Gedichts Struktur,
so wie die Maurer Steine setzen
mit Wasserwaage und mit Schnur.

Und seh es wachsen Zeil’ um Zeile,
bis seine Größe es erreicht,
indes ich unentwegt dran feile,
dass es auch wirklich Großem gleicht.

Meist ist zusammen mit dem Ende
des Roten auch das Werk vollbracht –
sonst spuck ich morgen in die Hände
erneut bei Stille, morgen Nacht.

Abendlied

AbendliedHätt ich’s nicht tausendmal beschworen,
weiß Gott, ich pfiff’s euch wieder zu –
das Lied der Nacht, die just geboren
aus Dämmerung und Abendruh.

Doch will ich nicht den Mond besingen,
wenn er sich groß mit Licht auch sträubt,
so wenig wie die Engelsschwingen,
die ganz mit Sternengold bestäubt.

Kein Wörtchen auch von jener Kühle,
die dampfend aus den Mauern steigt,
dass sie die Straßen überspüle
mit einem Dunst, der frostig schweigt.

Und auch den Wind soll nicht beschreiben
die Feder, die ich heute führ,
der flau vom fleiß’gen Blättertreiben
jetzt nicht mehr rüttelt an der Tür.

Noch wen’ger will ich davon schwätzen,
dass kaum ein Auspuff wo noch pafft
und Autos nicht mehr heimwärts hetzen
mit zügelloser Pferdekraft.

Ja, auch der Vögel nicht gedenken,
die ihre Flüge eingestellt
und keinen müden Piep mehr schenken
der kalten, sonnenlosen Welt.

Geschweige Menschen denn beschwören,
dern Schritte hier und da noch halln,
die umso deutlicher zu hören,
da jäh sie in die Stille falln.

Nein, nein, ich will euch heut nicht quälen
mit Sprüchen, die schon so ‘nen Bart,
und euch die Zeit, die kostbar, stehlen
für ‘ne poet’sche Butterfahrt.

Da wir nun einmal Nacht schon haben
und mörderisch gespannt ihr seid,
will ich nach seltnen Versen graben
im Schutze dieser Dunkelheit.

Schon kommt mir einer auf die Schippe,
den, Jesses!, ich noch nie gesehn:
„Als Sokrates würd mit Xanthippe
allmählich ich jetzt schlafen gehn.“

Ein Schmuckstück. Doch herbeigezogen
wie an des Kairos schopf’gem Haupt.
Na, nichts für ungut; bleibt gewogen,
dem, der euch so die Nerven raubt!

Abendstille

AbendstilleEin seltner Vogel, meine Güte!
Was der da noch zu flöten hat!
Kommt eigentlich nicht in die Tüte
jetzt im November. Ich bin platt.

Nun fragt mich bloß nicht, was für einer!
Hab ja die Töne nur gehört,
ein Piepen, fein und immer feiner,
bis ‘ne Sirene es gestört.

Wie’n Habicht, der von Gier entfesselt
sich hungrig auf die Beute stürzt,
kommt da so’n Blaulicht angekesselt,
das ihm die Arie abgekürzt.

Dann hat’s die Stimme ihm verschlagen.
Die Nacht nun wieder mäuschenstill.
Kein Sänger und kein Krankenwagen,
der diesem an die Gurgel will.

Ein hoher Vollmond kreuzt den Himmel,
die Venus leuchtet ihm am Heck,
in diesem trüben Sterngewimmel
der einzig richtig helle Fleck.

Und vor den fröstelnden Fassaden,
an denen längst schon Dunst gedieh,
schwebt in der Finsternis ein Schwaden
wie eine ferne Galaxie.

So was von Ruhe und von Leere;
totales Schweigen, Totentanz.
Wenn wenigstens ein Piepmatz wäre –
ja, sei’s drum, selbst ‘ne Ambulanz!

Herbstlich

HerbstlichO Bäume, wieder nackt und bloß!
Die meisten Blätter sind gefallen,
verstreut von einem blinden Los,
dass sie verwaist im Winde wallen.

Wie zeitig tritt die Dämm’rung ein
und wirft ihr altersgraues Linnen
um jeden First und Pflasterstein
und lässt zu Schatten sie gerinnen!

Und auch wie frisch es wieder ist!
Grad an der Hose Eingangstüren
am Bein ein feines Frösteln frisst,
das bis zum Schenkel noch zu spüren.

Ein dichter Wolkenpelz umschlingt
das kleine Mondgesicht der Sonne,
die atemlos nach Fassung ringt
wie’n Goldfisch in der Regentonne.

Doch nicht genug der Hiobspost:
Heut gilt’s, die Uhren umzustellen,
dass Dämmer, Dunkelheit und Frost
noch rascher sich dem Tag gesellen.

Auf einmal gibt’s kein Halten mehr,
die letzten Dämme sind gebrochen –
der Sommer ohne Wiederkehr,
ein Steinwurf bis zu’n Winterwochen.

Wer jetzt noch auf der Vorratsschau
und fleißig für den Winter sammelt,
hält morgen schon den stolzen Bau
zum Schlaf verriegelt und verrammelt.

Längst sind die Vielgereisten weg,
der Sommersonne nachgeflogen
in einem ungeheuren Treck,
den hunderttausend Flügel zogen.

Was immer fröhlich, blühend, bunt –
sie trugen’s fort auf ihren Schwingen
und ließen nichts dem Dichtermund
als triste Elegien zu singen.

Such ich mir deshalb auch ‘ne Ruh
wie zwischen Eicheln die und Nüssen
und klapp so lang die Li(e)der zu,
bis Zephir mich und Aura küssen?

Trifft mich die Witt’rung gar so bös,
dass sie an Flucht mich denken ließe
und ich von einem Ort mich lös,
den ich nur sommertags genieße?

Gewiss nicht; bin ich doch von Stand
rein vogelmäßig sozusagen
und nähre mich von diesem Land
in warmen wie in kalten Tagen.

Ich werfe keine Blätter ab.
Lass mich zum Schlummer nicht verleiten.
Mein Pegasus, der bleibt auf Trab.
Hat nicht der Herbst auch schöne Seiten?

Wechselwarm

WechselwarmGeschrieben hab ich und geschrieben,
dass ein Tag in den andern floss
und mir fast unbemerkt geblieben,
wie wild dahin, die Zeit, sie schoss.

Nun lagert ja schon der Oktober
sein Laub in rauen Mengen ein
und braucht dazu nicht mal ‘nen Schober –
die Straße nur, den Pflasterstein.

Wie glitschig pappen da die Blätter
auf lippenfeuchtem Untergrund –
sie Opfer auch der wend’schen Wetter,
die grün sie hauen oder bunt.

Ein grauer, greisenhafter Nebel
sich reglos unterm Himmel hält.
Die Götter haben schon den Hebel
fürn Winterfahrplan umgestellt.

Und immer früher sieht man lecken
die sachte Flut der Dunkelheit
da, wo des Tages Füße stecken
in seinem luft’gen Sonnenkleid.

Und wenn ich an die Kühle denke,
dann fang ich an zu frösteln gleich,
als ob ich Gletscherwasser tränke,
das Gegenteil von warm und weich.

Im Auf und Ab der Jahreszeiten,
wie Korken tanzen wir da mit.
Und doch ‘ne Gnade, so zu gleiten,
so unbewusst im gleichen Schritt!

Man sieht sich ja nicht älter werden,
nimmt draußen wahr den Wechsel nur
als wiederkehrende Gebärden
‘ner stets sich gleichenden Natur.

Und diese Stürme, dieser Regen?
Am warmen Herd bei Kerzenschein
träum ich dem Frühling mich entgegen
mit Chianti- und Burgunderwein.

Selbst nach dem Flämmchen, Pustekuchen!,
der stärkste Wind vergebens fischt.
Es hilft mir still, mich selbst zu suchen –
bis jäh es von allein erlischt.